Veranstaltungen

Veranstaltungen des Leibniz-WissenschaftsCampus Byzanz im SoSe 2017
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Die Vortragsreihe wird vom LEIBNIZ-WISSENSCHAFTSCAMPUS MAINZ: BYZANZ ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENTgetragen, einer seit 2011 bestehenden Kooperation zwischen dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und der Johannes Gutenberg-Universität. Ziel ist es, in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit Forschungen zum Byzantinischen Reich,seiner Geschichte, Kultur, Kunst und materiellen Hinterlassenschaft durchzuführen und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Vortragsreihe beleuchtet aktuelle Forschungsfragen und richtet sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit.

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Nachwuchsworkshop "Die römische Liebeselegie"

Donnerstag 8. Juni 2017, 13.30-18.30 Uhr, Raum 03-533 (Philosophicum)

Die sogenannte römische Liebeselegie wirft zahlreiche literatur- und kulturwissenschaftliche Fragen auf, die im Workshop mit NachwuchswissenschaftlerInnen aus Deutschland und der Schweiz diskutiert werden sollen. Dabei stehen vor allem fragen nach der Inszenierung des Elegienbuchs, der Intertextualität, der Erzählperspektive sowie gender-Konzepten im Vordergrund.

Interessenten sind herzlich Willkommen!
 

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Tagung "Weibliche Herrschaft im 18. Jahrhundert. Maria Theresia und Katharina die Große"
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11.05.2017-13.05.2017, Fakultätssaal (Philosophicum), Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Seit einigen Jahrzehnten beschäftigt sich die Frühneuzeitforschung intensiv mit der Herrschaft von Frauen. Zahlreiche Studien haben herausgearbeitet, dass weibliche Herrschaft in der Vormoderne weder ausgesprochen selten noch, wie das die ältere Forschung häufig behauptet hatte, eo ipso eher defizitär und strukturell mit Krisen und einem Machtvakuum verbunden war. Nicht zuletzt sind dank einer kulturalistisch motivierten Erweiterung des Politikbegriffs manche Aktivitäten von Fürstinnen im Bereich der Patronage und Repräsentation neubewertet worden oder überhaupt erst in den Blick der Forschung gekommen.

Einen bemerkenswerten blinden Fleck in der mittlerweile üppig blühenden Forschung zu frühneuzeitlichen Herrscherinnen markierte bis zu den jüngst anlässlich ihres dreihundertsten Geburtstags erschienenen Publikationen Maria Theresia, Herrscherin über das habsburgische Länderkonglomerat und, als Gemahlin Franz' I., römisch-deutsche Kaiserin (1717/40-1780). Katharina II., die Große, von Russland (1729/62-1796), die jüngere Zeitgenossin Maria Theresias, hat das Interesse der Forschung dagegen schon länger in erheblichem Umfang auf sich gezogen.

Allerdings beschränkt sich dieses Interesse im Wesentlichen auf die Spezialistinnen und Spezialisten für Osteuropäische, vor allem für Russische Geschichte. Die allgemeine Frühneuzeitforschung dagegen tendiert ebenso wie die Gendergeschichte immer noch dazu, Russland auszublenden oder nur am Rande zu beachten. Dies steht in einem merkwürdigen Missverhältnis zu dem Interesse, das die Zeitgenossen der Person Katharinas und ihrem Hof entgegenbrachten.

Eine gemeinsame Betrachtung der beiden in der Mitte bzw. der zweiten Hälfe des 18. Jahrhunderts regierenden Kaiserinnen ist bislang unterblieben. Dabei verspricht der gemeinsame Blick auf diese in ihrem Profil sehr unterschiedlichen, zugleich aber in bestimmten Parametern durchaus vergleichbaren Herrscherinnen reichen Erkenntnisgewinn. Die Tagung wird einige für weibliche Herrschaft wichtige und besonders zur vergleichenden Betrachtung Maria Theresias und Katharinas einladende Themenfelder beleuchten:

1.            Herrschaftsnachfolge und Dynastie
2.            Der Hof - die Herrscherinnen und ihr männliches Umfeld
3.            Regierungshandeln und höfische Praktiken
4.            Repräsentationen und Wahrnehmungen

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FSP HKW mit Panel auf dem VII Congress of the Italian Society of Women Historians (SIS) Pisa, 2.-4. Februar 2017

Der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften nimmt mit einem Panel an der diesjährigen Jahrestagung der SIS (Society of Women Historians) vom 02.-04. Februar in Pisa/Italien teil.
Thema der Veranstaltung ist „Gender and History: New Research Perspectives.“ Zusammen mit Prof. Dr. Marina Montesano von der Universität Messina werden drei Mainzer Doktoranden zusammen mit Prof. Dr. Jörg Rogge (Mainz) das Panel gestalten. Mit dem vom FSP Historische Kulturwissenschaften organisierten Panel setzt der FSP damit seine erfolgreiche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erneut in einem aktiven Format um.
Unter dem Titel „Masculinity and Violence” widmen sich die Mainzer Vorträge dem historischen Blick auf Männlichkeitskonstruktionen im Mittelalter, einer Zeit in der Mann-sein und Männlichkeit scheinbar oft mit gewalttätigen Praktiken in Beziehung gebracht wird. Denn üblicherweise sind es Männer, die sowohl als Täter als auch als Opfer von körperlicher Gewalt erscheinen.

Diesem Befund folgend, untersuchen die ReferentInnen Varianten mittelalterlicher Männlichkeit und den vermeintlichen Zusammenhang zwischen Gewalt und Männlichkeit. Dazu werden in den einzelnen Vorträgen unterschiedliche Textgattungen als Untersuchungsgrundlage dienen. Dazu gehören medizinische Traktate, Chroniken oder der höfische Roman. Zentral ist dabei die Frage, auf welche Weise ideales männliches Verhalten sprachlich konstruiert und kommuniziert wurde. Professor Montesano (Messina) untersucht anhand höfischer Literatur das Phänomen des sogenannten „cross-dressings“. Davina Brückner (Mainz) untersucht die Darstellung von Männern und Gewalt in der schottischen Pseudobiographie „The Bruce“ aus dem Jahr 1375, Judith Mengler (Mainz) analysiert Männlichkeitskonzepte anhand medizinischer Traktate des Spätmittelalters während Dominik Schuh (Mainz) Texte untersucht, in denen Männer als Opfer von Gewalt dargestellt werden. Begleitet und moderiert werden die Beiträge von Professor Rogge.

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Veranstaltung zum Thema "Urheberrecht im Zeitalter digitaler Medien" am 1./8. Februar 2017 in Mainz

Digitale Medien machen vor dem Gesetz nicht halt. Ein Arbeitsplatz ohne Internet ist kaum mehr vorstellbar; Laptops und Smart-Boards ermöglichen den Unterricht und das Lernen auf so genannten Lern-Management-Systemen. Die digitale Kopie ist ebenso praxistauglich wie unkontrollierbar, versteht sich aber nicht mit dem Urheberrecht. Studierende wie Lehrende beschaffen sich für Lehrveranstaltungen nicht nur Inspirationen, sondern auch Medien aus dem Netz.
Die Vorlesungen führen in das allgemeine Urheberrecht ein und vermitteln anhand lebensnaher Fälle aus der Praxis Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung fremder Werke. Insbesondere behandelt werden dabei die Sonderregelungen für Wissenschaft und Bildung. Aber auch der Umgang mit digitalen Medien auf dem Smart-Board, auf Websites, in Filmen und auf Bildern wird besprochen.
Antonia Dufeu, LL.M. ist Absolventin der JGU. Sie praktiziert als Anwältin mit den Schwerpunkten Medienrecht, Arbeitsrecht und gewerblicher Rechtschutz; weiterhin ist sie zertifizierter Coach, berät seit langem Fach- und Führungskräfte und ist in der Erwachsenenbildung aller Personengruppen tätig. Sie ist Mitautorin der Handreichung Schule. Medien. Recht (hrsg. vom Ministerium für Bildung, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz).

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Vortragsreihe des WissenschaftsCampus im WS 2016/17 "Byzanz in Mainz"

Die Vorträge der Reihe beleuchten aktuelle Forschungsfragen und richten sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit.

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Tagung "Gotische Architektur am Mittelrhein. Regionale Vernetzung mit Überregionalem Anspruch."

Die Tagung findet vom 25.-26. November 2016 im Landesmuseum Mainz statt.

Der Rhein und seine Nebenarme bildeten im mittelalterlichen Europa ein wichtiges Verkehrsnetz, das neben zahlreichen wichtigen Städten wie Straßburg, Speyer oder Frankfurt auch die erzbischöflichen Sitze von Köln, Mainz und Trier miteinander verband. Vor diesem Hintergrund entstand am Mittelrhein mit seinem geostrategisch bedeutsamen Engtaleine außergewöhnliche Dichte von anspruchsvollen Kirchen und Burgen. Die Tagung setzt sich zum Ziel, den Netzwerken und Transferprozessen nachzuspüren, die bei der Entstehung der Architektur und ihrer Ausstattung am Mittelrhein vom 13. bis zum 15. Jahrhundert mitwirkten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und das Tagungsprogramm finden Sie hier ...>


Tagung „‘Anders‘ sein in der Medizin des 19. und 20. Jahrhunderts“

6.-7. Oktober 2016, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die geplante Tagung widmet sich dem Umgang verschiedener medizinischer Systeme mit denjenigen Menschen, die als Träger eines bestimmtem Phänomens gesellschaftlich auffällig geworden waren und deshalb medizinische Hilfsleistungen in Anspruch nehmen mussten oder wollten. Dabei ist absichtlich nicht von Patienten die Rede. Denn der Bereich der „Anderen“ umfasst auch Personengruppen, die sich selbst nicht als krank bezeichnet haben, dennoch aber von Dienstleistungen der zeitgenössischen Medizin abhängig waren, sowie Personen, deren Zustand zwar als pathologisch angesehen wurde aber nicht klinisch behandelt wurden, sowie Gruppen, die für eine (noch) nicht anerkannte Diagnose medizinische Hilfeleistungen verlangten.
Anhand von Fallbeispielen wollen die Tagungsteilnehmer die Möglichkeiten, Chancen und Grenzen von Aushandlungsprozessen zwischen spezifischen betroffenen sozialen Gruppierungen und VertreterInnen der Medizin diskutieren. Im Einzelnen ist danach zu fragen: Welche Kontakte bestanden zu Medizinern? Wie gelang es diesen sozialen Gruppierungen in Auseinandersetzung mit den jeweiligen VertreterInnen medizinischer Konzepte ein Selbstbild zu kreieren? Welche Rückschlüsse erlauben diese Befunde für kulturhistorische Interpretationen in Bezug auf das 19. und 20. Jahrhundert? Lassen sich diachrone historische Prozesse im Umgang von „anderen“ Menschen im Hinblick auf deren Medikalisierung ausmachen? Wie ist der Umgang mit diesen sozialen Gruppierungen und wie verändert er sich über die Zeit?

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Tagung "Komisch – fantastisch ambivalent. Das Jenseits in Prosatexten der Gegenwart"

14.-15. Oktober 2016, P 7 (Philosophicum), Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

Immer wieder wird von einer „Renaissance des Religiösen“ (Georg Langenhorst) oder gar einem religious turn in der Gegenwartsliteratur gesprochen. Mit diesen Schlagworten wird eine verstärkte Präsenz religiöser Themen und Motive in der neueren und neuesten Literatur bezeichnet. Auch das Sterben und die Grenze zwischen Leben und Tod erhalten in der Gegenwartsliteratur vermehrte Aufmerksamkeit. Zugleich hat die Erzähltheorie das ‚unnatürliche Erzählen’ (Jan Alber) entdeckt. Diese drei aktuellen Forschungsfelder begegnen sich in der Erforschung von Jenseitserzählungen – traditionellerweise von Himmel oder Paradies, Fegefeuer und Hölle –, die sich im religiösen Denken an den Grenzen des Todes eröffnen.
Vorträge von Experten zum unnatürlichen Erzählen (Jan Alber) und zur Gegenwartsliteratur (Norbert Otto Eke) sowie von wissenschaftlichem Nachwuchs (Neubauer-Petzoldt, Zeisberg, Rast, Neufeld, Weber, Stauffer und Whitehead) zu Texten bekannter Gegenwartsautoren sollen folgende Fragen diskutieren und beantworten oder reformulieren: Nehmen die literarischen Jenseitsräume der Gegenwart noch eine religiöse Funktion wahr oder werden sie lediglich als säkularisierte Topoi herbeizitiert? Erweisen sie sich letztlich als sinnstiftend in der Situation des Sterbens, in der Sinn und Sinne schwinden? Verschiebt sich das Jenseits in Gegenwartstexten ins Diesseits? Wie sind diese Erzählungen innerhalb des anti-mimetischen postmodernen Erzählens zu verorten? Wie gestaltet sich die Rückkehr dieses religiösen Themas in verschiedenen europäischen Sprachräumen? Dabei gilt es, die Darstellungsformen und Funktionen von Jenseitserzählungen in der Gegenwartsliteratur herauszuarbeiten, die Wiederaufnahme und Transformation historischer Jenseitsvorstellungen zu beschreiben und im Kontext einer postsäkularen Gesellschaft zu verorten.

 

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Tagung "Transformationen von Stadt und Land in byzantinischer Zeit"

Die Tagung findet vom 16.-18. November 2016 im RGZM und im Museum für Antike Schiffahrt in Mainz statt.

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Internationale Konferenz „Finding, Inheriting or Borrowing? Construction and Transfer of Knowledge about Man and Nature in Antiquity and the Middle Ages“

14.-16. September 2016, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut Français/Erbarcher Hof, Mainz

The overall aim of the Research Training Group (RTG) 1876 is to study early concepts of man and nature based on texts, iconography and material evidence from the Near East, North-Eastern Africa and Europe dating from c. 3.200 B.C. to the Middle Ages. It is interested in establishing where and when similar beliefs and concepts originated, whether this happened independently, if such concepts were transmitted or exchanged between early cultures and how they then changed over time.

For its International Conference the RTG wants to focus on the process of developing and legitimizing knowledge. The conference aims at answering questions dealing with the creation and justification of knowledge, such as: How is ‘foreign’ knowledge given authority? What are the mechanisms of legitimation? Are the ascriptions by the sources concerning the knowledge’s origin (inherited or borrowed) traceable or artificial and unfounded? Does transferred knowledge create new concepts during the act of borrowing? Are there special fields of knowledge that are linked to certain societies or social Groups?
In this conference we want to apply a broad definition of knowledge that includes cultural practice.
In order to open up a coherent discussion of our research questions, we will focus on four thematic sections, each dealing with a special field of knowledge on man and nature:
A) Of man and moon – Knowledge and cultural meaning of the moon
B) The end of the world in fire – Imaginations from antiquity to the middle Ages
C) Creating “volcanological” knowledge from antiquity to modern Age
D) Pejorative description and distinction based on human perceptions of animals
Besides we are looking for papers dealing more generally with our questions from a cross-cultural and theoretical perspective.

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Vortragsreihe "Byzanz in Mainz", ab 4. Mai 2016, 18:15 Uhr

Die Vortragsreihe wird vom LEIBNIZ- WISSENSCHAFTSCAMPUS MAINZ: BYZANZ ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT getragen, einer seit 2011 bestehenden Kooperation zwischen dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und der Johannes Gutenberg-Universität. Ziel ist es, in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit Forschungen zum Byzantinischen Reich, seiner Geschichte, Kultur, Kunst und materiellen Hinterlassenschaft durchzuführen und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Vortragsreihe beleuchtet aktuelle Forschungsfragen und richtet sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit. 

Das Programm finden Sie hier > Flyer "Byzanz in Mainz" (pdf)


Filmreihe "Byzanz im Film", ab 18. Mai, je mittwochs, 18:15 Uhr, Hörsaal P2 (Philosophicum)

Vorbild? Feindbild? Ebenbild? Ob in der Türkei, Russland oder Bulgarien: In regional spezifischen Deutungen wird Byzanz als Argument genutzt, um die eigene Geschichte in das richtige Spotlight zu setzen. Wie bei einer Synchronisation wird dabei zugleich der eigentliche Inhalt, hier also die tatsächliche Vergangenheit, zwar transportiert, aber für Vokabular und Metaphern der Zielsprache und -kultur adaptiert. Mit ausgewählten Beispielen will die Arbeitsgruppe C des Themenschwerpunktes Contact and Discourse within Christianity, Das Vermächtnis von Byzanz, in einer Filmreihe zeigen, wie zu bestimmten Anlässen Byzanz „gedreht“ wird, damit es zur Sinnstiftung und Festigung der eigenen Identität der Gegenwart beitragen kann.

Weitere Informationen zu den gezeigten Filmen finden Sie im Programm (jpg).


Tagung "Church Building in Cyprus (4th to 7th Centuries) – a Mirror of Intercultural Contacts in the Eastern Mediterranean"

9. Juni 2016, 15:00 Uhr - 11. Juni 2016, 12:00 Uhr // RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum im Kurfürstlichen Schloss, Ernst-Ludwig-Platz 2, 55116 Mainz

In der Tagung wird ein besonderes Augenmerk auf die Frage gelegt, welche konkreten Auswirkungen die Vernetzung Zyperns auf die Entwicklung des Kirchenbaus und die Christianisierung von Städten und Umland hatte. Die internationale Rolle Zyperns in einer von theologischem Streit, politischem Wandel und gewalttätiger Auseinandersetzung geprägten Zeit wird damit schärfer skizziert werden.
Aufgrund begrenzter Plätze wird um Anmeldung für eine Teilnahme an der Veranstaltung bei Frau Anne Schlesinger gebeten: anschles(at)students.uni-mainz.de.

Programm

 


Workshop "Naturvorstellungen im Altertum. Schilderungen und Darstellungen von Natur im Alten Orient und in der griechischen Antike"

Freitag, 11.03.2016, 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr // Samstag, 12.03.2016, 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr, Hegelstr. 59, 55122 Mainz, Raum 00-309

Das Graduiertenkolleg 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung" lädt zum Workshop "Naturvorstellungen im Altertum. Schilderungen und Darstellungen von Natur im Alten Orient und in der griechischen Antike" ein.

Wer sich mit vormodernen Konzepten von Natur beschäftigen möchte, der kommt um eine kritische Reflexion des antiken Naturverständnisses nicht herum. „Natur“ möchten wir an dieser Stelle im Sinne eines vom Menschen weitgehend unabhängigen, scheinbar unberührten Raumes verstehen. Während dieses Konzept von Natur in der heutigen Zeit vorherrschend ist, gestaltet sich die Rekonstruktion antiker Vorstellungen insofern schwierig, als Begriffe für Natur, so sie überhaupt vorhanden sind, andere Aspekte in den Vordergrund stellen. So meint etwa der griechische φύσις-Begriff in vorhellenistischer Zeit eher die Natur einer Sache, nicht aber geogene Natur. Ein Wort für Natur in unserem Sinne ist für den Alten Orient und die Klassische Antike nicht überliefert. Trotzdem lassen sich solche Konzepte von Natur bspw. aus literarischen Naturschilderungen und den Darstellungen natürlicher Elemente in der Flächenkunst erschließen. Die Referierenden und Diskutierenden möchten sich dieser Problematik im Rahmen eines anderthalbtägigen Workshops annehmen und im Rahmen dieses Workshops Vorstellungen von Natur, wie sie sich in den jeweiligen Quellen darstellen, erarbeiten.

Programm (Flyer)

 

 


Workshop "Wissen von Mensch und Natur. Tradierung, Aktualisierung und Vermittlung in frühneuzeitlichen Übersetzungen"

Freitag, 19.02.2016, 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr // Samstag, 20.02.2016, 9:20 Uhr bis 14:00 Uhr, Fakultätssaal des Philosophicum (Raum 01-185), Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz

Das Graduiertenkolleg 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung" und das DFG-Netzwerk "Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik in Deutschland (1450-1620)" laden zum Workshop "Wissen von Mensch und Natur. Tradierung, Aktualisierung und Vermittlung in frühneuzeitlichen Übersetzungen" ein.

Tagungsprogramm (Flyer)


Abendvortrag von Prof. Dr. Ulrich Pfisterer am 27. Januar 2016, 18 Uhr c.t., Fakultätssaal (Philosophicum)

Prof. Dr. Ulrich Pfisterer (München): "Höhlenmaler und afrikanische Wanderkünstler in Europa. Prähistorie und Kunstgeschichte um 1900"

Die zunehmende Entdeckung prähistorischer Wandmalereien in Frankreich und Spanien in den Jahren um und nach 1900 war nicht nur für die Vorgeschichtsforschung, sondern auch die Kunstgeschichte eine Sensation und Herausforderung: Die überraschend naturnahen Darstellungen widersprachen allen bis dato gängigen Vorstellungen von der Entwicklung der Bildkünste. Und es ergaben sich plötzlich Bezüge zu den Felszeichnungen und -malereien, wie man sie in Nordafrika entdeckte.
Die weitreichendste Erklärungstheorie dazu postulierte eine afrikanische Bevölkerungsgruppen und 'schwarze Künstler' in Europa.

Die Veranstaltung findet am 27. Januar um 18 Uhr c.t. im Fakultätssaal (Philosophicum) statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Veranstaltungen im Rahmen des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz im Wintersemester 2015

Interdisziplinäre Ringvorlesung "Auf dem Weg zu heiligen Orten - Genese und Transformation des Pilgerns seit der Klassischen Antike", ab dem 22.10.2015, 16:15 Uhr. (Programm)

Vortragsreihe des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident im Wintersemester 2015/2016, ab dem 29.10.2015, 18:30 Uhr (Programm)

Internationale Tagung "Neue Forschungen zur byzantinischen Goldschmiedekunst (13.-15. Jahrhundert)", 29.10.-30.10.2015

Internationale Tagung "Urbanitas. Veränderungen von Stadtbild und urbaner Lebenswelt in der Spätantike und frühbyzantinischen Zeit. Assos im Spiegel städtischer Zentren Westkleinasiens", 18.11.-20.11.2015

Internationale Tagung "Für Seelenheil und Lebensglück. Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln", 01.12.-04.12.2015

Weitere Informationen zu allen aktuellen Veranstaltungen des WissenschaftsCampus finden Sie unter www.byzanz-mainz.de.


Symposium „Repräsentative Armut. Die Architektur der Bettelorden im Mittelalter“, 19. November 2015, Georg-Forster-Gebäude, Raum 02-521, ab 18 Uhr

Zu Beginn des 13. Jhds. bildeten sich infolge des Urbanisierungsprozesses und der damit entstandenen Kluft zwischen Reichen und Armen die Bettelorden der Dominikaner (1215) und Franziskaner (1217). Diese neuen Orden waren in erster Linie eine Armutsbewegung, die sich im Gegensatz zu älteren mönchischen Bewegungen, innerhalb des städtischen Gefüges niederließen. Ein Blick auf die Forschungsgeschichte zeigt auf, dass gerade die älteren Forschungsarbeiten den Begriff der Volks- bzw. Predigtkirche prägten – eine Auffassung die sich z.T. bis heute aufrechterhalten hat. Die Predigt der Mendikanten, so die zentrale These, gilt hierbei als formenbestimmendes Moment ihrer Architektur. Die Kirchen dienten demnach ausschließlich der Predigt und diese Zweckbestimmung äußert sich wiederum an der „ärmlich“ erscheinenden Außen- wie Innenwirkung. Dieser alte Forschungsansatz löst die Kirchen der Bettelorden jedoch aus ihrem historischen Kontext und unterstellt ihnen den Charakter einer rein funktionalen Zweckarchitektur. Neue Forschungsansätze konnten jedoch aufzeigen, dass die Bettelordenskirchen, trotz eines weitesgehenden Verzichtes auf plastische wie malerische Ausgestaltung, Gewölbe und Turmbauten, sehr wohl eine anspruchsvolle sowie subtil auf Repräsentation ausgerichtete Architektur bieten, die im Austausch mit anderen Kirchenbauten des städtischen Raumes stand, aber auch mit diesen konkurrierte.
Im Rahmen des von Prof. Dr. Matthias Müller zusammen mit Dr. Hauke Horn und Karola Sperber M.A. veranstalteten Symposiums „Repräsentative Armut. Die Architektur der Bettelorden im Mittelalter“, referieren hierüber zunächst drei Kenner mittelalterlicher Ordensbaukunst (Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn, PD Dr. Jens Rüffer, Dr. Achim Todenhöfer) und stellen ihren methodischen Ansatz sowie ihre neuesten Forschungsergebnisse vor. Daran anschließend folgt eine Podiumsdiskussion. Die Konzeption und Organisation des Symposiums erfolgt im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts „Regionale Vernetzung und überregionaler Anspruch. Mittelalterliche Sakralarchitektur am Mittelrhein (ca. 1220 bis 1350)“

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Tagung "Herrschaft im interkulturellen Vergleich: I. Herrschaftsübergänge", 29.-30. Oktober 2015, Mainz

In den Disziplinen Altorientalistik, Alttestamentliche Wissenschaft und Mediävistik begegnet ein anscheinend gemeinsames Konzept von Herrschaft. Es ist geprägt von einer Vorstellung göttlicher Herrschaft auf Erden, die i.d.R. durch eine Hierarchie, an deren Spitze ein König steht, repräsentiert wird. Es ist dabei wahrscheinlich, dass dieses Modell über den Alten Orient und in der Folge des Alten Testament in das christliche Abendland tradiert worden ist.
Ziel der Tagung ist es, zunächst einen Überblick über Probleme und Formen des Herrschaftswechsels zu gewinnen und kritisch zu diskutieren. Damit soll die Basis für ein größeres Forschungsprojekt geschaffen werden, das u.a. eine Kategorisierung der einen Herrschaftswechsel umgebenden Strategien in den entsprechenden Kulturen avisiert.

Tagungsflyer >


Tagung "Städtepartnerschaften in Europa: Konzepte und Praxis von Annäherung im 20. Jahrhundert", 15.-17. Oktober 2015, Erbacher Hof, Mainz

Die Konferenz verfolgt das Ziel, die Geschichte von Städtepartnerschaften nachzuzeichnen, indem sie das Konzept und die Definition von Städtepartnerschaften hinterfragt. Während die ersten Städtepartnerschaften nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Kontext der bilateralen Annäherung, der europäischen Integration und des Kalten Kriegs entstanden, müssen auch die lokalen Formen der "Städtepartnerschaften vor den Städtepartnerschaften" berücksichtigt werden, die sich zu Beginn des Jahrhunderts entwickelt haben. Diese Konferenz zielt darauf ab, den Grad der Autonomie der Städtepartnerschaft in den internationalen Beziehungen  zu analysieren und die verschiedenen Akteure zu erfassen. Fragen komplexe hierbei sind: Städtepartnerschaften und Geschichte, die Rolle von Geschichte und Erinnerung beim Abschluss von Städtepartnerschaften sowie die soziale, symbolische und rechtliche Dimension von Städtepartnerschaften.

Programm...>


Vorträge des Leibniz-WissenschaftsCampus im Sommersemester 2015

Die Vortragsreihe wird vom Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident getragen, einer seit 2011 bestehenden Kooperation zwischen dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum, der Johannes Gutenberg-Universität, dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte sowie den Landesmuseen Mainz und Trier. Ziel ist es, in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit Forschungen zum Byzantinischen Reich, seiner Geschichte, Kultur, Kunst und materiellen Hinterlassenschaft durchzuführen und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Vortragsreihe beleuchtet aktuelle Forschungsfragen und richtet sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit.
Die Vortragsreihe beginnt am Mittwochabend, den 22. April und endet am Mittwoch, den 15. Juli.

Das Programm finden Sie hier ...> Vorträge Leibniz-WissenschaftsCampus SoSe2015 (pdf)

 


Studientag "Who can read the book of nature? Contrasting concepts of nature among artists, scientists, and poets in early modern Italy"

Dienstag, 14. Juli, ab 14 Uhr in Raum 02-521 des Georg-Forster-Gebäudes

Galileo Galilei famously paralleled the world to a book that can be read by those who know how to read it. Galilei suggests also that nature expresses herself in the language of geometry, a metaphor that as Hans Blumenberg and others have suggested underscores the claim of early modern scientists to be the ones to hold the keys to an exclusive understanding of nature. This exclusivity, which has been the core of the metanarrative of the “scientific revolution,” has been relativized by more recent authors such as Opher Gal, Raz Chen-Morris and Pamela Smith, who draw close parallels between the endeavors of seventeenth-century artists and scientists, both being faced with the same dilemmas and struggles in understanding nature.
The study day, “Who can read the book of nature?”, organized in collaboration with the Forschungsschwerpunkt für Historische Kulturwissenschaften Mainz aims to take a close look at the interaction between scientists, poets, and artists, tracing different concepts of nature. It also will raise the question whether artists and scientists considered each other as friends or competitors in “reading the book of nature”? Did seventeenth-century artists themselves consider science as a discipline privileged in the understanding of nature? Did they themselves reflect on different ways of understanding nature? Did poets resign themselves to a poetic, allegorical understanding of nature? What happens to the different disciplines and their specific canons, if nature writes her book in one language only?

Programmflyer

Galileo Galilei vergleicht die Natur mit einem Buch, dessen Sprache verstanden werden muss, um es lesen zu können. Rezente Studien wie Pamela Smiths The Body oft the Artisan oder Opher Gals Baroque Science haben uns darauf aufmerksam gemacht, wie intensiv Künstler der Frühen Neuzeit sich für die Arbeit und Resultate der zeitgleichen Wissenschaftler interessierten, und auf welche Weise sie diese dann in ihre Kunst übertrugen. Das Thema der Tagung ist es daher, auf diese Ausgangsproblematik zu reagieren und sich die Frage zu stellen, ob das Verhältnis von Kunst, Literatur, und Wissenschaft in ihrer Untersuchung der Natur wirklich in einen so harmonischen Dialog eingebettet war, wie es oft geschildert wird.

Um Anmeldung unter wird gebeten.

 

 


19.-20. Juni: Workshop "Frühneuzeitliche Stadtgeschichte und die Herausforderung der turns Frankfurt am Main im Vergleich", Fakultätssaal/Philosophicum

Ein ausführliches Programm zum Workshop finden Sie hier > Programm


Vorträge am Historischen Seminar der JGU Mainz

Am 21. Mai 2015 wird Prof. Michael Brown (St. Andrews) zu "Castles in Fifteenth-Century Scotland: What was the Point?" referieren. Die Veranstaltung findet von 16-18 Uhr c.t. im Fakultätssaal des Philosophicums statt.

Am 11. Juni 2015 referiert Dr. Tom Turpie (Stirling) zu "Coping with the Pest. The impact and management of plague in late medieval and early modern Scotland". Die Veranstaltung findet von 16-18 Uhr c.t. in der InfoBox statt.

Interessierte ZuhörerInnen aller Fachbereiche sind herzlich eingeladen.
Um Anmeldung unter wird gebeten.


Tagung "Töten und getötet werden. Perspektiven auf Körper im Kampf im Mittelalter", 16.-18.04.2015

Der FSP HKW veranstaltet vom 16.-18. April 2015 eine Tagung zu Körpern im Kampf im Mittelalter. Dabei sollen Vorstellungen und Praktiken des gewalttätigen Körpereinsatzes mittelalterlicher Kämpfer(innen) in den Blick genommen werden. Der Körper als kulturelles Artefakt wie als gelebter und erlebter Ort des Selbst in der Welt steht im Mittelpunkt der Beschäftigung. Während der menschliche Körper in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung an Prominenz als Forschungsobjekt gewonnen hat – insbesondere in der Betrachtung der Geschlechterforschung –, erscheint der Bereich des militärischen Körpereinsatzes vor allem in der Mediävistik noch weitgehend unerforscht. Ansetzend an der Dichotomie von Körper-Haben und Leib-Sein soll daher geprüft werden, in welches Verhältnis mittelalterliche Kämpfer sich zu ihrem Körper setzten. So ist beispielsweise zu fragen, welche Bedeutung und welcher Wert der Beherrschung des eigenen Körpers oder der körperlicher Unversehrtheit zugemessen wurden; welche leiblichen Erfahrungen Kämpfer im Verlauf ihres Lebens und im Besonderen in Auseinandersetzungen machten und wie sie diese äußerten und interpretierten; inwiefern gezielt und systematisch auf einen idealen Kämpferkörper hingewirkt wurde, welche Techniken zur Formung und Erhaltung eines kampftüchtigen Körpers zum Einsatz kamen und wie mit nicht länger kampftüchtigen Körpern verfahren wurde.

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Tagung "Kriegserfahrungen erzählen", 12.-13. März 2015 in Wien

Können Kriegsteilnehmer ihre Erfahrungen vermitteln? Walter Benjamin beobachtete, wie die Kriegsheimkehrer des Ersten Weltkriegs „verstummt aus dem Felde“ kamen, „[n]icht reicher, ärmer an mittelbarer Erfahrung“. Diese Feststellung einer (vermeintlich) allgemeinen Sprachlosigkeit, der Unmöglichkeit, die persönliche Erfahrungen mitzuteilen, sie zu objektivieren und gegebenenfalls gar ins ‚Archiv‘ einzuspeisen, verhärtete sich im Laufe der Jahrzehnte nach Benjamin. Unter dem Eindruck der Shoa entstand der Topos einer generellen Undarstellbarkeit der Erfahrung (Agamben). Allerdings hat dieser Topos seit einigen Jahren seine dominierende Position verloren, die Verbrechen der Wehrmacht und der Einsatzgruppen hatte er immer schon ausgeblendet, den Unterschied zwischen Tätern und Opfern verwischt. George Didi-Huberman hat treffend dargelegt, dass das Pathos der Undarstellbarkeit (ohne es zu wollen) der damnatio memoriae-Strategie der Nationalsozialisten in die Hände spiele. Doch auch jenseits der spezifischen Fragestellungen der Shoa wird die kulturwissenschaftliche Debatte um den Erfahrungsbegriff, die persönliche Erfahrung und die Möglichkeit von deren Darstellung intensiv geführt.
Mit der Tagung fragen wir, wie in verschiedenen Epochen und Kriegen (100-jähriger Krieg, 30-jähriger Krieg, Zweiter Weltkrieg) die Erfahrungen von Soldaten und der Zivilbevölkerung in bestimmten Mustern schriftlich vermittelt wurden. Dabei wird es auch darum gehen, Epochen übergreifend narrative Strukturen freizulegen, die (bewusst oder unbewusst) von den Erzählern genutzt werden, um eine Objektivierung der persönlichen Erfahrung voranzutreiben. Im Sinne einer generellen Narrativ-Kritik soll dies auch eine Frage nach den Machtstrukturen sein, die darüber entscheiden, welche Erfahrungen einen „historiografischen“ Wert haben und welche (angeblich) nicht.

Das Tagungsprogramm finden Sie >hier

Abstracts der Beiträge finden Sie >hier


Workshop "Kultur aus interdisziplinärer Sicht", 9./10. und 20./21. Februar 2015

Das Forum Junge Kulturwissenschaften, das dem Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften (HKW) an der Johannes Gutenberg-Universität angegliedert ist, beschäftigt sich interdisziplinär mit den theoretischen und methodischen Grundlagen der Historischen Kulturwissenschaften. Es gibt eine Vielfalt an Zugängen zum Kulturbegriff. Ob Philosophie Ciceronisch als cultura animi oder Kultur als Performance betrachtet bzw., ob kulturkritisch eine Dichotomie zwischen Natur und Kultur festgestellt wird, hängt vom jeweiligen Zugang und der disziplinären Verortung ab. Im Workshop wird Kultur aus der Perspektive verschiedener Kulturen diskutiert: Kultur als symbolische Sinnerzeugung, Kulturelle Identität, Kultur und Natur aus anthropologisch-philosophischer, soziologischer oder medienwissenschaftlicher Sicht. Den Vorträgen (20 Min.) folgt jeweils eine kurze Diskussion.

Ihre AnsprechpartnerInnen bei Rückfragen und für weitere Informationen sind Caroline Kolisang und Julia Diestelhorst.
Anmeldungen zur Tagung richten Sie bitte per Mail an fjk@uni-mainz.de
Für den Besuch des Workshops wird kein Beitrag erhoben.

Venue
09. Februar 2015: Infobox Campus Jakob-Welder-Weg 9
10. Februar 2015: Naturwissenschaftliche Fakultät, 7. OG. Johann-Joachim-Becher Weg 21
20./21. Februar 2015: Fakultätssaal Philosophicum Jakob-Welder-Weg 18

Nähere Informationen finden Sie hier ...> Programmflyer (pdf)


Workshop "Recounting Deviance. Forms and practices of presenting divergent behaviour in the Late Middle Ages and Early Modern Period", 18.-20.02.2015, im Deutschen Studienzentrum in Venedig

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Deutschen Studienzentrum in Venedig und der Università degli Studi di Verona statt. Den öffentlichen Abendvortrag am Mittwoch, den 18. Februar, hält Dr. Anu Korhonen (Helsinki) zum Thema "The Memory of Fools. Accounting for Intellectual Disability in Early Modern England". 

Den Flyer und das ausführliche Programm finden Sie hier > Workshop "Recounting Deviance" (pdf)


Studientag "Michelangelos Moses - Aneignung und Auslegung", 21. Januar, 14-20 Uhr, Schule des Sehens

Der Studientag zu "Michelangelos Moses - Aneignung und Auslegung" findet am 21. januar ab 14 Uhr in der Schule des Sehens (vor P1, Philosophicum) statt.

Das genaue Programm mit allen Vorträgen finden Sie hier > Flyer (pdf).


Tagung "The late mediterranean society according to Procopius of Caesarea", 11.-13. Dezember 2014

The conference will present a fresh look at one of the most productive authors of the late antique / early Byzantine period and his extensive and multi-facetted oeuvre. The focus of the conference is on the question of what view of contemporary society(-ies) is offered. The broad theme of the conference makes space for a comparative-interdisciplinary approach.Wide areas of the empire underwent a comprehensive demographic change from the fifth century onwards, while wars, natural catastrophes, theological controversies and interventions by ‘state’ structures also led to the development of different social and religious forms of communication and interaction. The ancient cities experienced a fundamental transformation, not just through church building, the role of the bishops in the cities and on behalf of rural areas, a restructuring of the central and local administration and altered economic forms and fiscal conditions. 

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung und das Programm finden Sie > hier


Tagung "Die Tage woher wir kommen? Das 19. im 20. Jahrhundert", 12./13. Dezember 2014

Die Tagung der Abteilung Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts wendet sich der Frage zu, welchen Stellenwert das 19. Jahrhundert als Epoche für das 20. Jahrhundert hatte. Schon Ernst Bloch fragte sich mit Blick auf das vorangegangene Jahrhundert, ob dies „die Tage“ seien „woher wir kommen“. Es geht also um Rückblicke und deren Funktion für die Bestimmung des eigenen Standpunktes. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Gregor Wedekind wirft die Tagung so zugleich die Frage auf, wie aktuell das 19. Jahrhundert für unsere eigene Gegenwart ist. 

Als einer der Gründe für die in den 1920er Jahren aufkommende Beschäftigung mit dem 19. Jahrhundert als einer abgeschlossenen, eigenen Epoche ist zum einen die deutlich spürbare Distanz anzuführen, die man nach den Brüchen des Ersten Weltkrieg und später dann der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu dem vergangenen Jahrhundert empfand. Nun richtete sich die Aufmerksamkeit auf die bürgerlichen „Dinge des XIX. Jahrhunderts“, weil sie „jetzt erst zerfallen“ wie Bloch es 1934 formulierte. Zum andern sind es aber auch die Kontinuitäten, von Industrialisierung, Kapitalismus, Verteilungsfragen, bis hin zur Wiederkehr des „Maskenballs des vorigen Jahrhunderts“ in den politischen Inszenierungen der Gegenwart, die in den Fokus der Aufmerksamkeit gerieten. Der Blick auf das 19. Jahrhundert wurde damit zur Ursachenforschung der eigenen Gegenwart in ihrer politischen und gesellschaftlichen Krise. Die dabei entwickelten Perspektiven sind vielfach bis heute paradigmatisch geblieben.

Die Veranstaltung findet am 12. und 13. Dezember im Georg Forster-Gebäude, Hörsaal 02-521, Jakob-Welder-Weg 12, Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Das aktuelle Programm finden Sie > hier


Workshop des WissenschaftsCampus Mainz "Alte Wege - neue Ziele? Das byzantinische Pilgerwesen im Wandel." 21./22. November 2014

Ein zweitägiger Workshop im Rahmen des SAW-Projektes »Für Seelenheil und Lebensglück: Studien zum byzantinischen Pilgerwesen und seinen Wurzeln«.

In den mehr als 1100 Jahren seines Bestehens hat sich das Byzantinische Reich sowohl politisch als auch in seinen territorialen Grenzen vielfach verändert. Dies hatte Auswirkungen auch auf die religiösen Zentren des Reiches – die Pilgerheiligtümer.

Ihre Entwicklung in Relation und Abhängigkeit von der politischen Situation bzw. der Ausdehnung des Byzantinischen Reiches wurde bisher jedoch noch nicht übergreifend untersucht.

Eine der zentralen Fragen ist daher: Welchen Veränderungsprozessen und Entwicklungen ist das Pilgerwesen unterworfen und wodurch werden diese in Gang gesetzt? Verändern sich im diachronen Verlauf während des Bestehens eines Pilgerheiligtums der Kult, das Einzugsgebiet von Pilgern, die politische Einflussnahme, die Inszenierung des Kultobjektes, etc…?

Wie lassen sich diese Veränderungsprozesse im archäologischen, architektonischen und kunsthistorischen Befund der Pilgerheiligtümer nachweisen? Welche Kontinuitäten lassen sich beobachten? Gibt es vergleichbare Entwicklungen zwischen den paganen und den christlichen Pilgerheiligtümern?

Im Rahmen des Workshops soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Die Dauer der Vorträge beträgt 20 Minuten. Es schließt sich eine Diskussion von max. 10 Minuten an.

Interessierte Zuhörer sind sehr herzlich eingeladen.

Das Programm finden Sie hier.


Tagung "Musik der mittelalterlichen Metropole. Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz, ca. 900-1400", Mainz/Köln 15.-18. Oktober 2014

Vom 15. bis 18.10.2014 veranstaltet die Abteilung Musikwissenschaft des IKM (Dr. Fabian Kolb) eine internationale wissenschaftliche Tagung "Musik der mittelalterlichen Metropole. Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz, ca. 900-1400" (Poster). Die im Wesentlichen von der Fritz Thyssen Stiftung, dem Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finanzierte Tagung wird in Kooperation mit dem Erzbistum Köln, dem Bistum Mainz, der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte, der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte und der Hochschule für Musik und Tanz Köln ausgerichtet und findet am 15. und 16. Oktober in Mainz und am 17. und 18. Oktober in Köln statt (Übersicht). Hier finden Sie das detaillierte Programm.

Flankierend findet am 15.10.2014 um 20.00h in St. Quintin Mainz das Konzert "Ze Lande an den Rin" (Konzert Mainz) und am 17.10.2014 um 20.00h in Groß St. Martin Köln das Konzert "Felix Agrippina" (Konzert Köln) statt.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und stehen selbstverständlich allen Interessierten offen. Herzliche Einladung! 


Tagung "Epic Fail: Zur Ästhetik des Fehlers vom Mittelalter bis heute", Mainz 09./10. Oktober 2014

Eine interdisziplinäre Graduiertentagung des Deutschen Instituts der JGU Mainz.

Veranstaltungsort: Fakultätssaal (Philosophicum)

Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie hier.

Kontakt:
Charlotte Krämer:
Sabrina Niederelz:
Tina Rotzal:


Vortragsreihe im Sommersemester 2014 "Byzanz in Mainz"

Die Vortragsreihe beleuchtet aktuelle Forschungsfragen und richtet sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit. Die Reihe knüpft an die Vortragsreihe der von 2005 bis 2011 bestehenden Kooperation Byzantinische Archäologie Mainz an und führt diese fort.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

 


Ringvorlesung "Moving Hips, Crossing Bodies! Keyholes zu Sex und Gender im Altertum"

dienstags, 29. April – 15. Juli, 18:15 Uhr, P5 (Philosophicum)

Zu den zentralen Dimensionen aller gesellschaftlicher und damit eben auch aller historischer Formationen gehören soziale und individuelle Konstruktionen von Geschlecht und Sexualität mit der Produktion von Rollenmustern und –erwartungen. Aufgrund dieses Befundes ist es notwendig, dass die Altertumswissen-schaften die Kategorien Sex und Gender für kultur-wissenschaftliche Forschungsansätze nutzbar machen. Die interdisziplinäre Ringvorlesung Moving Hips, Crossing Bodies hat zum Ziel, diesen lange marginalisierten, ggf. sogar tabuisierten Bereich der antiken Lebenswelt einmal näher zu untersuchen und einem breiten Publikum vorzustellen. Die Vorträge von Fachvertretern aller altertumswissenschaftlicher Disziplinen verstehen sich dabei nicht als umfassende Gesamtschauen, sondern als bewusst mikroskopische und exemplarische Ein- und Seitenblicke (Keyholes) von der Warte der jeweiligen Wissenschaft mit jeweils eigenen Perspektiven, Fragestellungen und Schwerpunkten. Die Ringvorlesung bildet somit einen thematischen Reigen, in dem literarische Geschlechter- und Sexualitätsinszenierungen, gesellschaftliche Diskurse zu Geschlechtergrenzen ebenso behandelt werden wie Visualisierungsstrategien antiker Pornographie, Kultur-praktiken wie Liebeszauber und Formen der Antikenrezeption in erotischen oder pornographischen Kontexten.

> Programm

 


Tagung "Bildräume - Raumbilder" vom 18.07-20.07.2014

Seit dem iconic oder pictorial turn am Anfang der 1990er-Jahre bzw. dem spatial turn um die Jahrtausendwende ist in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen eine Hinwendung zum Bild bzw. zum Raum festzustellen. Den Begriffen Bild und Raum kann daher aktuell der Status kulturwissenschaftlicher Leitbegriffe zugesprochen werden. Jedoch ruft das zunehmende Interesse an diesen Begriffen zugleich die Fragen auf, inwiefern dieses Interesse gerechtfertigt und was damit überhaupt gewonnen ist. Kurz: Welches Potential kommt diesen Begriffen in der Forschung zu? Diese Frage soll auf der Tagung beantwortet werden. Eine solche Antwort verlangt einerseits nach der Klärung, was jeweils unter Bild und Raum verstanden wird bzw. welche Konzepte damit benannt werden, und andererseits nach einer Überprüfung dieser Konzepte in der konkreten Forschung. Dabei wird sich auf den Bereich der kunsthistorischen Forschung beschränkt, die im Umgang mit dem Bild über einen ausgeprägten Erfahrungsschatz verfügt, wohingegen der Raum in diesem Forschungsbereich weniger umfassend bearbeitet wurde. Mit der Formulierung Raumbilder – Bildräume werden weiterhin beide Komponenten verschränkt, so dass es als Ziel der Tagung außerdem zu klären gilt, wie sich Bild und Raum bzw. das Potential dieser Begriffe zueinander verhalten.

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.

Kontakt
Anmeldungen und Rückfragen richten Sie bitte an

 

 

 

 


24.-25.04.2014 Workshop Music Migrations: From Source Research to Cultural Studies

 

In early modern times music migrations have considerably contributed to the dynamics and synergy of the European cultural scene at large, stimulating innovations, changes of styles and patterns of musical and social behaviour, and contributing to the cohesive forces in the common European cultural identity. In order to offer insight into musico-cultural encounters in spatial (European East, West and South), and in temporal terms (17th-18th centuries, i.e. Baroque and Classicism) the first workshop of the HERA-MusMig project will discuss the different types of sources as well as the theoretical and technical framework within which it will be possible to form a network of migratory musicians and to reconstruct their routes and goals; secular and sacred centres with centripetal attractiveness; the cultural transfer of certain musical forms and styles; individual and social migratory motives. In addition to panels on methodological approaches and on music migration between Eastern and Western Europe special attention will be given to the potential of Digital Humanities as a tool to study biographies and networks of migratory musicians.

 

Flyer

 


24.10.2013 - 30.01.2014: Ringvorlesung im WS 2013/14 "Die Antike im politischen Diskurs in Südosteuropa. 19.-21. Jahrhundert"

Im Wintersemester 2013/14 findet die vom FSP HKW unterstützte Ringvorlesung jeweils donnerstags ab 18 Uhr c.t. im Philosophicum, P 5 statt.

Programm


06.02.2014 18 Uhr c.t., P109a Vortrag Jackson Armstrong (Aberdeen), Arbitration and Emendation of Offences in Late Medieval Scotland: Rural and Urban Contexts

Schiedsgerichtsbarkeit und Wiedergutmachung von Vergehen im spätmittelalterlichen Schottland: Ländliche und städtische Kontexte       

Abstract
Records of arbitration, and related records of reparation for injury, can be rich sources for investigating the management of conflict in the later middle ages. This paper will focus on Scotland in the fifteenth century, and will be concerned with two contexts: the rural South of the realm known as the marches, and the burgh of Aberdeen in the North. When parties came together in attempted reconciliation, on whom did they rely to serve as arbitrators? What was the significance of ties of kinship, friendship, lordship and neighbourhood for both parties, in practical terms as well as in statements of ideals? What differences are there to be found in rural and urban contexts?


Veranstaltungen 2013
15.11.2013 - 16.11.2013
Tagung Hobsbawm, Newton & Jazz

Sein Name steht für brillante Begriffsprägungen und luzide, trennscharfe Analysen: Der 2012 im Alter von 95 Jahren verstorbene Wirtschafts- und Sozialhistoriker Eric J. Hobsbawm war zweifellos einer der wirkmächtigsten und anerkanntesten Historiker des von ihm in viel zitierter Diktion als „Zeitalter der Extreme“ charakterisierten 20. Jahrhunderts. Weit weniger bekannt als der Ertrag seiner historiographischen ist, dass sich Hobsbawm zeitlebens mit Jazz beschäftigte – und zwar sowohl als ästhetisches wie dezidiert auch als soziokulturelles, politisches und allgemein historisches Phänomen. Prominenten Ausdruck fand dies nicht zuletzt in einer unter dem Titel Uncommon People. Resistance, Rebellion, and Jazz (1998) herausgegebenen Aufsatzsammlung. Aber mehr noch: Bereits 1959 hatte Hobsbawm unter dem Pseudonym Francis Newton eine bis heute analytisch und methodisch frappierend aktuelle Monographie zum Thema publiziert: The Jazz Scene. Ziel der Tagung ist es, diesen Teil von Hobsbawms Werk multiperspektivisch in den Blick zu nehmen, wobei The Jazz Scene im Zentrum steht. Die Studie hat, wie Peter Burke konstatierte, „nie die Wirkung auf die akademische Welt“ erreicht, „die es eigentlich verdient hätte“ (Was ist Kulturgeschichte, Bonn 2005, S. 31). Burke ordnet The Jazz Scene als frühen innovativen Beitrag im Kontext der Hinwendung akademischer Historiker zur populären Kultur ein. Zahlreiche Aspekte des Ansatzes weisen weit in die Entwicklung des Forschungsdiskurses voraus. So etwa der bereits im Titel exponierte Terminus „scene“, der eine zentrale Rolle in Subkulturtheorien der 1970er- und 1980er Jahre spielte. Die von Dr. Thorsten Hindrichs (Musikwissenschaftliches Institut) und Dr. Andreas Linsenmann (Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Seminars) organisierte Tagung bietet Gelegenheit, Hobsbawms Studie unter verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren, zu diskutieren und zu kontextualisieren. Starkes Gewicht hat auch die Frage nach dem Erklärungspotenzial der Hobsbawmschen Ansätze für aktuelle Problemstellungen.

Programm

13.11.2013
Vorstellung Handwörterbuch "Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens"
Bildlink

Ein Abend mit Vorträgen, Musik und Performances, 13.11.2013, 18:00-20:00.
Öffentliche Veranstaltung im Gutenberg-Museum Mainz, Vortragssaal.

Der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften präsentiert seine neueste Publikation, das Handwörterbuch „Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens“. Das Handwörterbuch ist ein inter- und transdisziplinärer Beitrag zu einer Geschichte der Geistes- und Kulturwissenschaften. Es behandelt konkrete Arbeits- und Kommunikationsformen im Feld der Kulturwissenschaften. Hier finden sich Artikel zu “Ausstellung”, “Bloggen”, “Café/teria”, “Digitalisierung”, “Fußnote”, “Gutachten”, “Hörsaal”, “Kongress”, “Museum”, “Prüfen”, “Rezension”, “Schreibtisch”, “Sitzung”, “Turn(s)”, “Wissenspopularisierung”, “Weißes Blatt” und viele mehr, die einen neuen Blick auf Alltagsroutinen und Praktiken der kulturwissenschaftlichen und historischen Forschung eröffnen. Auf der Bühne im Gutenberg-Museum wird das Handwörterbuch anhand einiger ausgewählter Beispiele daraus vorgestellt: Was ist Feldforschung? Wozu benötigt man Abbildungen? Welche Bedeutung hat der Schreibtisch? Und warum müssen Wissenschaftler/innen publizieren? Wissenschaftler/innen aus den Disziplinen Geographie, Kunstgeschichte, Empirische Kulturwissenschaften, Buchwissenschaft und Germanistik präsentieren Reflexionen über ihre alltägliche Arbeit und treffen dabei auf Performer/innen und Musiker/innen: Welche Assoziationen haben die Künstlerinnen und Künstler zur Routine von Wissenschaftler/innen? Wie veranschaulichen sie Wissenschaft? Wer schon immer wissen wollte wie ein Schreibtisch klingt oder was ein Seminar eigentlich leistet, ist herzlich eingeladen, an diesem Abend teilzunehmen.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung unter hkw@uni-mainz.de bis 08.11.2013 wird gebeten.

11.11.2013
Eröffnungsveranstaltung Graduiertenkolleg "Frühe Konzepte von Mensch und Natur"
Bildlink Das Graduiertenkolleg 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung" lädt zur feierlichen Eröffnung mit einem öffentlichen Festvortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan M. Maul (Universität Heidelberg) zum Thema "Heilen im Alten Orient" ein.

Montag, 11.11.2013, 18 Uhr c.t. Atrium Maximum (Johann-Joachim-Becher-Weg 5, 55128 Mainz)  ... 
21.06.2013 - 22.06.2013
Arbeitstagung: „Raum-zeitliche und ästhetische Ordnungsentwürfe der Kunstgeschichtsschreibung im 17. Jahrhundert am Beispiel der "Viten" von Giovan Pietro Bellori
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Am 21. und 22. Juni findet eine vom FSP HKW unterstützte Arbeitstagung zum Thema "Raum-zeitliche und ästhetische Ordnungsentwürfe der Kunstgeschichtsschreibung im 17. Jahrhundert am Beispiel der "Viten" von Giovan Pietro Bellori" im Institut für Kunstgeschichte, Besprechungsraum im Georg-Foster-Gebäude (1.Stock), Jakob-Welder-Weg 12, statt.  Um Anmeldung unter oymarra[at]uni-mainz.de wird gebeten. 

24.05.2013 - 25.05.2013
Internationales Kolloquium "Schiffe und ihr Kontext: Darstellungen, Modelle, Bestandteile. Von der Bronzezeit bis zum Ende des Byzantinischen Reiches"

Wasserfahrzeuge unterschiedlicher Größe sind seit der Vorgeschichte auf Meeren und Binnengewässern unterwegs. Informationen zu ihrer Gestalt und Funktion vermitteln insbesondere materielle Zeugnisse. Dazu zählen Schiffswracks, originale Funktions- und Ausstattungsteile, diverse Objekte in Schiffsform bzw. Modelle, aber auch Darstellungen unterschiedlicher Größe wie etwa auf Reliefs, Wandmalereien, Kleingeräte und Münzen. Die Tagung widmet sich den bislang selten zusammenfassend betrachteten ikonographischen Quellen. Neben Erkenntnissen zur Konstruktion der Wasserfahrzeuge sollen auch Kontinuität bzw. Wandel der Darstellungsweisen sowie Intention und Fundkontext der Schiffsdarstellungen berücksichtigt werden. Der Mittelmeerraum bildet als maßgebliches Zentrum der griechischen, römischen und oströmisch-byzantinischen Kultur den geographischen Schwerpunkt der Tagung. Die Tagung findet im Vorlesungssaal des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz statt. 

 

> Programm

25.04.2013 - 27.04.2013
Symposium "Praktiken und ihre Körper. Was für ein Artefakt ist der Leib?"

Der Körper gilt gemeinhin als Forschungsterritorium der Naturwissenschaften. Gleichwohl haben die Kultur- und Sozialwissenschaften gegenüber dem biomedizinischen Wissen zwei grundlegende Einsichten über den Körper geltend machen können. Zum einen haben anthropologische und phänomenologische Ansätze den bewohnten menschlichen Körper in seiner Binnenperspektive exploriert: als leibliches Fundament allen Erkennens und als elementaren Lokus von sinnlicher Wahrnehmung, von Personalität und Subjektivität. Zum anderen haben ethnologische und historisch-semantische Untersuchungen ihn als höchst variablen Gegenstand von Wissensordnungen entdeckt. Die Körper des Menschen bilden einen unendlichen Plural von kulturellen Klassifikationen und historischen Diskursen – ein Konvolut aus sprachlichen Kate­gorien, medizintechnischen Bildern, Deutungs- und Erklärungsmustern. Unser naturwissenschaftliches Wissen über den Körper ist Teil einer historisch und kulturell spezifischen Ethnosemantik.Die Tagung will den Körper nun auf eine dritte Weise kulturwissenschaftlich betrachten: als Teil materieller Kultur. > Programm

Homepage zur Tagung

...> weitere Informationen

28.02.2013 - 02.03.2013
Tagung Geschichtstransformationen - Transformations of History

Senatssaal (Raum 07-232), Naturwissenschaftliche Fakultät (ZDV), Johann-Joachim-Becher-Weg 21        

Mit der interdisziplinären und internationalen Tagung „Geschichtstransformationen – Transformations of History“ rückt das gleichnamige Nachwuchsforschernetzwerk am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Universität Mainz Prozesse der (Um-)Deutung von Geschichte ins Zentrum kulturwissenschaftlicher und transdisziplinärer Perspektiven.

Flyer

22.02.2013 - 23.02.2013
International Conference "The Nile. A Natural Landscape and a Cultural Landscape"
Bildlink

Organisation: GFK-Fellow Prof. Dr. Harco Willems
Location: Senatssaal (Raum 07-232), Naturwissenschaftliche Fakultät (ZDV), Johann-Joachim-Becher-Weg 21

That the Nile was of crucial importance to Egypt, a country surrounded by desert, is obvious to all, and was realized already in Antiquity. Nevertheless, the river as an environmental and cultural factor has been less intensively studied by archaeologists and Egyptologists than might be expected. Often, for instance, texts and scenes about Nile deities or religious customs related to the river are explained by referring to notions like 'ideal floodheights', which are never defined. These studies usually fail to consider what is known about the river as a natural phenomenon. Other scholars did take into account scientific evidence, but usually they based themselves upon a small amount of studies produced around the turn of the nineteenth to the twentieth century by British civil engineers. Although these latter offer remarkably detailed accounts of the hydrology of the floodplain and of the then current land use, their perception that agricultural practice in nineteenth century Egypt was very primitive, suggested to them that they were witnessing modes of subsistence that had been in use since the pharaonic age. Egyptology has been slow in developing its own more informed interpretation ... (> programme)  ... 

08.02.2013 - 09.02.2013
Workshop Gender in history

Seit gut 30 Jahren werden Geschlechterfragen in den historisch orientierten Kulturwissenschaften verhandelt. Etablierte sich dieses Feld zunächst z.B. als Frauengeschichte ganz explizit als eigenständiger Bereich innerhalb der Disziplin und war eng mit gesellschaftlichen wie wissenschaftspolitischen Debatten verknüpft, so herrscht inzwischen eine relative Selbstverständlichkeit hinsichtlich ihrer Bedeutung und Verortung innerhalb der Forschung vor. Dennoch lässt sich kaum davon sprechen, dass Gender als Untersuchungskategorie gleichberechtigt und gleichermaßen verbreitet neben anderen Kategorien – seien es Stand, Klasse, Rasse, etc. – in der Forschung zum Einsatz kommt. Der Workshop soll als Diskussionsplattform verschiedene exemplarische Untersuchungen miteinander ins Verhältnis setzen und junge WissenschaftlerInnen über die Rolle von Geschlechterfragen in ihrer Forschung ins Gespräch bringen. Interessierte aller Fachrichtungen sind herzlich eingeladen sich an diesem Austausch zu beteiligen. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten (s. Programm).

Programm

 

31.01.2013 - 02.02.2013
International Conference "(Un)reliable Narration and (Un)trustworthiness: Intermedial and Interdisciplinary Perspectives"

Organisation: GFK-Fellow Prof. Dr. Vera Nünning

Trust and reliability are at the core of social interactions: everyday communication would be impossible if we did not assume that we can trust the person we are dealing with. More often than not, people decide whom to trust on the basis of narratives, of those stories one knows about the person and, most significantly, on the stories he or she tells herself. In the field of literary studies, the phenomenon of ‘unreliable narration’ has provoked a host of works ever since Wayne C. Booth coined the term in 1961. Particularly in the last fifteen years or so, a broad range of different approaches has tried to explore what Booth tentatively called a story which is told ‘behind the narrator’s back’; i.e. a story which transpires in spite of quite different intentions on the part of the narrator. This renewed interest in the phenomenon of unreliability or ‘untrustworthiness’ corresponds to its importance in a large number of discourses
programme

proceedings  ... 

29.11.2013: Vortrag von Prof. Dr. Matías Martínez (Wuppertal): "Erst a, dann b? Zur Universalität von Erzählkategorien am Beispiel einer mittelalterlichen Bilderzählung"

P3 (Philosophicum), 18 Uhr

Der Vortrag wurde organisiert vom Nachwuchsnetzwerk "Geschichtstransformationen".


Veranstaltungen 2012
02.11.2012 - 03.11.2012
Workshop "New Approaches to Narrative"

2. November, Fakultätssaal // 3. November P 108 (beide Räume im  Philosophicum)

Im Rahmen der geplanten Tagung werden neue Ansätze in der Erzählforschung dargestellt und auf ihren Nutzen hin befragt. Die Beteiligung von NachwuchswissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen zielt darauf ab, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Erzählungen aus verschiedenen Zeiten, Kulturen und Diskursen ebenso zu ermitteln wie die Vorzüge unterschiedlicher Ansätze der Erzählforschung. Neben literaturwissenschaftlichen bzw. narratologischen Zugangsweisen soll ein breites Spektrum von Ansätzen vorgestellt und ihr Wert für die Analyse von Erzählungen diskutiert werden. Dies hat zum Ziel, das Potential unterschiedlicher Ansätze und Methoden für die Analyse von Erzählungen vergleichend auszuloten und zu einem umfassenderen Verständnis von Narrationen zu gelangen. Damit soll der Workshop zugleich einen Beitrag für eine vertiefte interdisziplinäre Zusammenarbeit insbesondere zwischen Literatur- und Geschichtswissenschaft liefern.
Die Vorträge sollen möglichst in englischer Sprache gehalten werden. InteressentInnen werden gebeten, den Titel ihres Vortrags bis zum 15. Oktober 2012 an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: .
> Call for Papers

26.10.2012 - 27.10.2012
Workshop "'Hidden Narratives. Methodological Perspectives on the Analysis of Ancient Egyptian Funerary Texts"
Bildlink

Egyptian religious texts are of a fundamentally different nature from the core texts of the modern world religions. Hardly any narrative accounts exist of the mythological world, and although there existed a kind of canon, there was no attempt to reach a really fixed formulation of religious dogma. In addition, and partly as a result of these circumstances, it is common even within single texts to find statements that are logically contradictory. As a result, even correctly translated religious texts are usually barely comprehensible, striking the reader as both confusing and confused. Yet it seems certain that the Egyptian priests, who continued to produce such texts over the millennia, usually knew what they were doing. If we fail to understand the texts, it is primarily our problem. A possible explanation for the almost impenetrable formulation of religious compositions may be that they were not intended to clarify religious ideas. Because Egyptian religion is fundamentally a ritual religion, the texts are in most cases ultimately of a liturgical nature. Countless text passages illustrate how every detail of the performances was associated with the most varied (and not necessarily related) mythological backgrounds. The consequence is that the texts present an incoherent jumble of fragmented statements.This is how the texts present themselves on the surface. How to cope with such data? > Program & further information  ... 

17.10.2012 - 19.10.2012
Tagung "Monks, Merchants and Artists in the Eastern Mediterranean. The Relations of Byzantinum to the Arab Near East (9th-15th c.)"

Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz

Bis zur Eroberung durch die von Muhammad zum Islam bekehrten arabischen Stämme im 7. Jahrhundert gehörten Syrien und Ägypten zu den wichtigsten Provinzen des byzantinischen Reiches und zwar nicht nur in ökonomischer und politischer Hinsicht sondern auch im Bereich der Kultur.  Byzanz durchlief in Folge der arabischen Eroberungen vom 7.-9. Jahrhundert einen tiefgreifenden Wandlungsprozess, durchaus auch in Auseinandersetzung mit und in Abgrenzung vom Islam. Standen sich also im Rahmen der ideologischen Selbstdarstellung ab etwa dem 9. Jahrhundert zwei scheinbar in sich geschlossene Gesellschaften gegenüber, so bestand in der Realität ein reger Austausch mit einer Vielzahl von Kontakten, sowohl auf institutioneller als vor allem aber auch auf individueller Ebene. Große Bedeutung kam dabei ohne Frage den arabischsprachigen Christen zu, die in besonderer Weise geeignet waren, als Vermittler bzw. cultural-brokers zu agieren. Ziel der Tagung soll es dabei sein, für die Zeit vom 9. Jahrhundert an diesem vielfältigen Austausch zwischen Byzanz und der arabischsprachigen Welt, seien es nun Muslime oder Christen, auf ganz verschiedenen Ebenen, in der Politik, der Religion, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kunst und Literatur oder im täglichen Zusammenleben in den Grenzregionen nachzugehen. Im Vordergrund sollen dabei wenn möglich die konkreten Akteure in diesem Austauschprozess stehen.
Die von Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch und Prof. Dr. Vasiliki Tsamakda organisierte Tagung wird vom FSP HKW gefördert. > Programm  ... 

19.09.2012 - 21.09.2012
Identität und Migration - Zum Kirchenlied in Böhmen

In Böhmen bzw. Tschechien bestand schon seit dem Hochmittelalter eine faktische Interkulturalität.Die wechselnden Identitäten, die sich im Verlauf der Geschichte der Neuzeit herausgebildethaben, waren zumeist Resultate von Migrationen. Der Fokus der Tagung richtetsich insbesondere auf die Einwanderung und schließlich Rückwanderung (seit 1945) deutschsprachigerBevölkerungen und ihre Folgen für die jeweils entstehenden kulturellen Identitäten.Kirchenlieder und Gesangbücher werden als Indikatoren für Identität betrachtet. Inwiefernzeigen sich an ihnen Anziehungs- und Abstoßungsreaktionen? Welche Rolle spielen siefür die Entstehung von Selbstbildern (Identitäten) und Feindbildern (Alteritäten)? Was tragensie zur Herausbildung und zur Überwindung von nationalen und konfessionellen Stereotypenbei? Gab oder gibt es ein „böhmisches“ Selbstbewußtsein, das sich im Kirchenliedspiegelt, und welche Geschichte hat es? 

 

Programm

18.09.2012 - 20.09.2012
Making Sense as a Cultural Practice - Historical Perspectives

Menschen wollen sich selbst, ihre Umwelt und die Wirklichkeit verstehen und konstruieren damit Sinn.

Sinnkonstruktionen und die Deutung der Welt durch die Zeitgenossen sind Teil und Ergebnis kultureller Praxis. Fassbar wird die Konstruktion von Sinn vor allem in der Produktion von Texten, Bild- und Kunstwerken, von Ritualen und Zeremonien sowie in der an diese materiell-sinnlichen Äußerungsformen rückgebundenen Rezeptionen und Transformationen überlieferter Sinngehalte.

In der vom FSP HKW veranstalteten Konferenz "Making Sense as a Cultural Practice - Historical Perspectives", die vom 18.-20. September 2012 im InterCity Hotel Mainz stattfinden wird, werden Formen, Medien und Bedingungen von Sinnkonstruktionen von internationalen Wissenschaftlern vorgestellt und präsentiert.

Alle Interessierten sind willkommen! Um Anmeldung wird gebeten unter hkw@uni-mainz.de

 

Programm

18.07.2012
Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Forums Junge Kulturwissenschaften

Im Rahmen des Forums Junge Kulturwissenschaften findet am 18.07.2012 um 18 Uhr im Fakultätssaal (Philosophicum) ein Vortrag von Joanne Paul (Queen Mary, London) statt zu „The Best Counsellors are Dead Counsellors: Counsel and Shakespeare’s Hamlet” (in englischer Sprache).

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

17.07.2012
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Søren Kjørup

Das Forum Junge Kulturwissenschaften lädt am Dienstag, den 17. Juli, um 18.15 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag im Alten Fakultätssaal (Philosophicum) ein:

Prof. Dr. Søren Kjørup (Roskilde Universitet) wird in seinem Vortrag „Der überflüssige Skeptizismus. Konstruktivismus in den Geisteswissenschaften“ den für alle historischen Kulturwissenschaften relevanten Konstruktivismus in seinen Spielarten befragen und überlegen, welche davon wissenschaftstheoretisch haltbar sind.  

Der 1943 geborene dänische Philosoph und Theoretiker der Geisteswissenschaften Søren Kjørup war von 1974 bis 2009 Professor für Geschichte und Theorie der Geisteswissenschaften an der Roskilde Universitet und gehört zu jenen Geisteswissenschaftlern, die auch für Diskussionen der analytischen Philosophie sensibilisiert sind, wenig beachtete Autoren zu ihrem Recht bringen, stark beachtete Autoren mit der notwendigen und angemessenen Respektlosigkeit kritisch in den Blick nehmen und zugleich einen Blick für internationale Forschungsdiskussionen (u.a. die englische, französische, deutsche und nordeuropäische Diskussionslandschaft) bewahrt haben. 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

11.07.2012 - 12.07.2012
Ideenwerkstatt des Forums Junge Kulturwissenschaften

Das Forum Junge Kulturwissenschaften veranstaltet am 11. und 12. Juli eine Ideenwerkstatt zum Thema "Original oder Originell? Originalitätsanspruch, Referenz und fremde Ideen in Kunst und Wissenschaft" im Senatssaal (NatFak).

Am 11. Juli wird Prof. Dr. Anne-Kathrin Reulecke einen öffentlichen Vortrag zu "Originalität und Plagiat in den Tagebüchern Franz Kafkas" ab 18 Uhr im Senatssaal halten. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Programm

29.06.2012 - 30.06.2012
Literatur in der Geschichtswissenschaft

Der Workshop "Literatur in der Geschichtswissenschaft"  des Nachwuchsnetzwerkes "Geschichtstransformationen" findet am 30. Juni 2012 im Erbacher Hof statt.

Am 29. Juni, 18Uhr, P2 Philosophicum wird Prof. Dr. Susanne Rau einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema "Das historische Gedächtnis der Literatur und die Narrationen der Historiker: zur Genese einer gescheiterten Beziehung zwischen Geschichtswissenschaft und Literaturwissenschaft" halten.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Programm

25.06.2012
Vortrag "Sakralisierung und Entsakralisierung. Politische Herrschaft und religiöse Interpretation", Prof. Dr. Hans Joas (Freiburg)

IEG, Konferenzraum (1. OG), Alte Universitätsstraße 19, 55116 Mainz, 18:15 Uhr

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) lädt in Kooperation mit dem FSP Historische Kulturwissenschaften zum öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Hans Joas ein.
Seit den Jäger- und Sammlergesellschaften gibt es eine immerwährende Tendenz zur Selbstsakralisierung von Kollektiven. Zu den größten Leistungen der nach-achsenzeitlichen Religionen - der sogenannten Weltreligionen - gehört es, mit dieser Tendenz zu brechen und die Strukturen politischer Herrschaft sowie sozialer Ungleichheit aus religiösen Gründen in Frage zu stellen und zu relativieren. Der damit entstehende Bruch zwischen Religion und Politik wurde und wird aber durch neue Formen der religiösen Legitimation und durch Sendungsideologien immer wieder gemildert und scheinbar geheilt. Der Vortrag beschäftigt sich zunächst mit wichtigen Stufen der historischen Entwicklung dieses Spannungsverhältnisses und liefert anschließend eine aktuelle Anwendung des Gedankengangs in der kritischen Auseinandersetzung mit einer einflussreichen gegenwärtigen Tendenz zur Selbstsakralisierung Europas.
Der Soziologe und Sozialphilosoph Prof. Dr. Hans Joas, derzeit Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), war bis 2011 als Max-Weber-Professor Leiter des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Werteforschung, Religionssoziologie sowie der Soziologie von Krieg und Gewalt.

20.06.2012 - 21.06.2012
Workshop "DIGITALE DOKUMENTATION - Veranstaltung zum Dokumentenmanagement und Dokumentenpublishing"

Senatssaal, 7. OG, Naturwissenschaftliche Fakultät, Bentzel-Weg 12, ab 9 Uhr

Datenmanagement und Datenpublishing sind wesentliche Aufgaben im Bereich der EDV. An der JGU bieten das Zentrum für Datenverarbeitung und die Universitätsbibliothek mit IMS und ArchiMeD und in Zukunft Docuware drei zentrale Lösungen an.
Mit IMS, einem Produkt von Imagic Bildverarbeitung AG, werden an der Mainzer Universität bislang über 600.000 Datensätze differenziert erschlossen und in Teilen im Intranet bzw. im www publiziert, wobei es auch zur Zusammenarbeit mit dem Datenbankbroker prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre kommt. Mit ArchiMeD (Archiv Mainzer elektronischer Dokumente) bietet die UB eine eigene Publikationsplattform an. Docuware ist eine Dokumentenmanagementsytstem für die sichere Archivierung verschiedenster Dokumente.
Alle Produkte werden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt und ihr Nutzungs- und Entwicklungspotenzial zur Diskussion gestellt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung auf folgender Webseite wird gebeten: http://www.zdv.uni-mainz.de/2572.php
...> Programmflyer

Weitere Informationen zum Arbeitsbereich Digitale Dokumentation (ADD) ...>

15.06.2012 - 16.06.2012
Tagung "Schauspielmusik im Kontext europäischer (Musik-) Theatergeschichte"

Hörsaal des Musikwissenschaftlichen Instituts, Jakob-Welder-Weg 18, JGU Mainz  

Erstmals wird dem Phänomen der Schauspielmusik in Mainz ein eigener Diskussionsraum eröffnet; bislang wurden punktuelle Forschungen ausschließlich individuell zu verschiedenen Kulturräumen, Theatern und Aufführungsrealitäten durchgeführt. Am Beginn eines langfristigen Forschungsprojektes stehend, möchte der Workshop vor allem den Austausch und das Miteinander der am Thema beteiligten Disziplinen in Gang setzen, vor dem aktuell noch begrenzten Forschungsstand Desiderate aufzeigen und schließlich gemeinsame wie je nach historischen Phasen unterschiedliche Fragestellungen entwerfen. Aus diesem Grund widmet sich der Workshop dem Phänomen in seiner ganzen (hinsichtlich der Quellen noch verfügbaren) Breite von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Es diskutieren Musik-,Theater-, Literaturwissenschaftler und Kulturanthropologen sowie ein Musiker (Komponist) aus der deutschen Theaterszene.  
Interessierte sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.

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13.06.2012 - 14.06.2012
Symposium on "Cultural Histories of Humour and Laughter"
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GFK-Fellow Dr. Anu Korhonen, place: Advena Hotel Mainz, Kaiserstraße 7, 55116 Mainz

What is the place of humour and laughter in the study of history and culture? How can we approach laughter and humour as historical and cultural phenomena – and what was their role in the cultures we are studying? In this symposium, we will discuss the theoretical and methodological dimensions of history of laughter, and analyse the cultural practices in which humour is produced and used in various historical contexts. We are hoping for a fruitful dialogue between historians and literary scholars analyzing diverse materials, including texts, images and performances.
Guests are welcome.
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04.06.2012 - 06.06.2012
Tagung "Music Documentation in Libraries, Scholarship, and Practice"

Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

Sources are the foundation of all historical scholarship. Musical sources are, at the same time, the foundation of historical musical performance. Information about musical sources, as RISM has been compiling and providing for 60 years, thus serves both: scholarship and musical performance. Although the basic principles of documenting musical sources have stayed constant to a large extent, the technological means of keeping, exchanging, and linking data has changed. Efforts to build up the largest databases possible must be expanded to incorporate other preexisting databases. Furthermore, linking to resources such as authority files, Google Maps, online reference works, and digitized media is also in demand. Just the sheer number of digitized materials that are offered online has vastly increased in recent years. In many cases, this makes the use of sources considerably easier. These developments are reason enough, ten years after the conference that marked the first 50 years of RISM, to bring together the newest approaches and look into further trends about the intersections of technology, scholarship, and practice.
The conference is co-funded by the Research Unit Historical Cultural Sciences.

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21.05.2012
Workshop "Gender, Culture and History"
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GFK-Fellow Dr. Anu Korhonen, Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung, Albert-Schweizer-Str. 113-115, 55128 Mainz, ca. 10-16 Uhr

How should we approach gender in cultural history? When and why is gender a relevant category for cultural and historical studies? How should we study masculinity, and what is happening in women's history? In this workshop, we will discuss gender as textual, material and performative construct, and think about how individuals, practices, images, symbols and language can be gendered. Topics closely related to gender, such as identity and sexuality, are also most welcome. We will approach gender as a relational process of assigning meaning that works in diverse ways both in the past and in our own culture, and see how it relates to your own various research topics. Whether your thesis is explicitly about gender or not, I would like to invite you to think about this central cultural category. How is gender relevant in your thesis - and if it is not, why not? What kind of gender constructs can be found in your time period? What are the historical formations and meanings that the concept of gender could open up for you? What do we understand by gender - how is it constructed, and how can it be studied? The workshop will consist of papers (15-20 minutes) given by participants and joint discussion. Not only polished research papers but also more tentative “works in progress” are welcome.  Please send a title and abstract (about 150-200 words) in English both to and to by May 15.

Further information ...> (pdf)

30.03.2012 - 01.04.2012
Tagung "Blicke hinter die Ghetto-Fassade. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf städtische Armutsviertel und ihre Bewohner/innen"

Philosophicum, Fakultätssaal

Was wissen wir über die städtischen Armutsviertel der Welt und die Lebenswelten der Menschen, die in ihnen wohnen? Die Welt der Ärmsten der Gesellschaft erscheint weitgehend homogen und besteht in der gängigen Vorstellung aus Alkohol, Gewalt und einer Flucht in eine übersteigerte Religiosität. Was bei einer solchen Perspektive aus dem Blick gerät, ist die Wahrnehmung der Bewohner/innen der Armutsviertel als Individuen, als aktiv handelnde Menschen, die sich die sozialen Bedingungen, unter denen sie leben, mittels kultureller und sozialer Praktiken in einem Prozess sinnhafter Aneignung selbst gestalten. Welche Auseinandersetzungen gab es seitens der Benachteiligten der Gesellschaft mit den sie umgebenden Verhältnissen, welche Deutungen und Aneignungen des städtischen Raums, um sich individuell und gemeinschaftlich gegen die eigene Randständigkeit zur Wehr zu setzen? Die Tagung möchte diese Fragen aufgreifen und untersuchen, welchen Beitrag kulturwissenschaftliche Zugänge dazu leisten können, die Fortschreibung der „Exotisierung des Ghettos“ zu überwinden und stattdessen den Blick auf die Heterogenität, Individualität und Transkulturalität hinter den Fassaden zu werfen.
Konzeption und Planung: Prof. Dr. Jan Kusber, Dr. Hans-Christian Petersen (Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte, Historischen Seminars)  

Programm

Tagungsbericht

23.02.2012
Workshop "Bodies and Emotions in Cultural History"
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GFK-Fellow Dr. Anu Korhonen. Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung, Albert-Schweitzer-Str. 113-115, 55128 Mainz, ca. 10-17 Uhr

How should we approach bodies and emotions in cultural history? Are bodies in history made of matter or language – are emotions constructed or found in the past? In this workshop, we will discuss what kinds of concepts and approaches we can use when working on the history of the body and emotions, and think about how we should read our sources to unveil past interpretations and experiences. We can also discuss the role of historians’ bodies and emotions in their work: what should we do about the emotions our own research may invite, for example, and should they have some role in our writing? The workshop will consist of papers (15-20 minutes) given by participants and joint discussion. Please think about what role the body or emotions, or both, play in your work. Are you studying bodies and emotions, or are they relevant for your topic in some other way? Are you thinking that the concepts might be useful but find it hard to actually do it? Do you want to comment on theoretical approaches, methodological viewpoints, earlier historians’ work or specific problems within the history of the body and emotions? Not only polished research papers but also more tentative “works in progress” are welcome. Send a title and abstract (no more than 500 words) in English both to and to by January 15.

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09.02.2012 - 11.02.2012
Tagung: Von Schwedisch-Pommern bis zur DDR - Fallbeispiele politischer Integration vom 18.-20. Jahrhundert

KHG - Newmansaal

Die Doktorandengruppe, die von allen Neuzeit-Arbeitsbereichen des Mainzer Historischen Seminars getragen wird, erforscht Prozesse politischer Integration vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, das heißt die Folgen von Verbindungen politischer Räume für die dadurch entstehenden, neu verschränkten und verflochtenen Gesellschaften. Die Doktorandinnen und Doktoranden untersuchen anhand von sechs Fallbeispielen insbesondere den mittelfristigen Integrationserfolg, d.h. die wachsende Interaktionsdichte von Mitgliedern der neu entstandenen politischen Gemeinschaften. Sie fragen nach der jeweils spezifischen Einbindung von Personengruppen ebenso wie nach dem Aufbau struktureller Rahmenbedingungen in Recht, Wirtschaft, Verwaltung und Verkehr. Dabei werden sowohl Prozesse der Homogenisierung als auch Politiken der Anerkennung von Verschiedenheiten in den Blick genommen, denn erst deren Balance – so die Arbeitshypothese – vermag stabile Integration zu befördern.

Im Rahmen der Tagung stellen die Mitglieder der Doktorandengruppe ihre einzelnen Projekte und ihre bisherigen Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vor. Zur Anregung der allgemeinen Diskussion werden die jeweiligen Projektvorträge von auswärtigen Experten kommentiert.

Programm

27.01.2012
Vortrag "Geschichte: naivste Form der Literatur"? Paul Valéry, Walter Kempowski und die Texte der Geschichte

Prof. Dr. Moritz Baßler (Münster), 18 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum

Der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Moritz Baßler findet im Rahmen des Workshops "Geschichte in der Literaturwissenschaft" des Netzwerkes Geschichtstransformationen statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Für den Workshop am Samstag, 28.01.2012, wird um Anmeldung gebeten.

 Programm

Veranstaltungen 2011
02.12.2011 - 03.12.2011
Arbeitsgespräch zum Handwörterbuch "Praxeologische Begriffe" - Räume/Verkörperungen/Performative Prozesse
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Cusanus-Geburtshaus, Nikolausufer 49,54470 Bernkastel-Kues, 10-18 Uhr

Welche Rolle spielen Räume, Körper und performative Prozesse für die Tätigkeit und für das Selbstverständnis von Kulturwissenschaftler/-innen? Anliegen des Handbuch-Projektes „Praxeologische Begriffe“ (Arbeitstitel) des Forschungsschwerpunkts Historische Kulturwissenschaften ist eine Beschreibung von kulturwissenschaftlichen Arbeits- und Organisationsformen in Hinblick auf deren Geschichte, Gegenwart und Eigendynamik. Das Arbeitsgespräch Räume/Verkörperungen/ Performative Prozesse dient dem Austausch der Autorinnen und Autoren des Handbuchs über performative Aspekte sowie über die Produktions-bedingungen der kulturwissenschaftlichen Arbeit. Es wird in Kooperation mit der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, Bernkastel-Kues durchgeführt. Gäste sind willkommen.

Konzeption und Planung: PD Dr. Ute Frietsch (FSP Historische Kulturwissenschaften)
Um Anmeldung unter wird gebeten.
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01.12.2011 - 03.12.2011
Tagung "Metamorphosen der Macht. Transformationen urbaner und hortikultureller Räume im Europa der Frühen Neuzeit"

Fakultätssaal (Philosophicum), Jakob-Welder-Weg 18, auf dem Campus der JGU Mainz

Paläste, Plätze und Gärten des frühneuzeitlichen Europas fungieren als Orte, an denen alte und neue Ordnungen des Wissens und der Macht verhandelt und verwirklicht werden. Die Tagung nimmt ideologische Implikationen, pragmatische und kommunikative Strategien sowie die jeweiligen architektonischen und ästhetischen Konzepte solcher Rauminszenierungen in den Blick und fokussiert sich auf Situationen des kulturellen Wandels in europäischen Ländern des 16.-18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Beiträge und der Diskussionen der Tagung stehen Prozesse der Transformation, die in Bezug bzw. im Rückgriff auf architektonische, malerische, dekorative und gärtnerische Ensembles in ihrer konkreten räumlichen Präsenz, ihren sozialen und symbolischen Bedeutungen vollzogen werden. Die besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem Wechselverhältnis zwischen Stadt und Garten zu, die sich - in ihrer Funktion als epistemische oder mnemotechnische Modelle und als Orte sozialen Handelns - ständig in produktiver Konkurrenz zueinander befinden. Erst in gegenseitiger Bezugnahme gewinnen Stadt und Garten ihre markanten diskursiven Konturen und erfahren so ihre jeweilige machtpolitische Konjunktur als Ideal-, Palimpsest- oder auch als Konfliktraum, in dem konkurrierende gesellschaftliche Gruppen ihre divergierenden Repräsentationsansprüche zu realisieren vermögen.  
Die Tagung wird veranstaltet von der Doktorandengruppe Raum und Herrschaft: Stadt und Garten als Kommunikations-, Disziplinierungs- und Wissensraum in Europa und gefördert durch den FSP Historische Kulturwissenschaften. ...> Programm

30.11.2011 - 08.02.2012
Veranstaltungsreihe "Die RAF - Ein deutsches Trauma? Versuch einer historischen Deutung"

Vorträge mit anschließenden Podiumsgesprächen im Landtag und im Landesmuseum

Das Thema des Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF) wird bis heute höchst kontrovers diskutiert. Innerhalb weniger Jahre wurde eine kleine, radikale Splittergruppe der 68er-Bewegung zu den meistgesuchten Kriminellen der Bundesrepublik – es war mit den Worten des Schriftstellers Heinrich Böll „ein Krieg von 6 gegen 60 000 000“. Die Geschichte der RAF begann im Mai 1970 mit der spektakulären Befreiung Andreas Baaders in Berlin. Die Journalistin Ulrike Meinhof – später selbst RAF-Mitglied – konstatierte angesichts dieser Ereignisse lapidar: „Und natürlich kann geschossen werden“. Die Welle von Anschlägen der RAF fand ihren Höhepunkt in der Entführung und Ermordung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ im Oktober 1977. Der so genannte „Deutsche Herbst“ war nicht nur eine Episode der Geschichte, sondern stellte den Rechtsstaat und das Demokratieverständnis der noch jungen Bundesrepublik Deutschland auf die Probe. Die teils heftig und emotional geführten Diskussionen um die Freilassung der ehemaligen RAF-Mitglieder Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt im Jahr 2007 sowie aktuell die Eröffnung eines neuen Prozesses gegen Verena Becker um ihre Mittäterschaft an der Ermordung des damaligen Generalbundesanwaltes Siegfried Buback im April 1977 machen deutlich, wie brisant die Thematik des RAF-Terrorismus noch heute ist. Die Vortrags- und Diskussionsreihe wird daher zentrale Aspekte der Geschichte der RAF und ihrer Bekämpfung aus den unterschiedlichen Perspektiven von Politik, Justiz, Zeitzeugen, Medien und Wissenschaft beleuchten.
Die Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung und der JGU Mainz/Arbeitsbereich Zeitgeschichte wird unterstützt vom FSP Historische Kulturwissenschaften.

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02.11.2011
Diskussionsforum "Wie funktioniert Erinnern?"

LBS-Foyer, Vordere Synagogenstraße 2, 55116 Mainz, 19 Uhr

Wie erinnern wir uns? Ist Erinnern mehr als ein chemischphysikalischer Vorgang im Gehirn? Was trägt zum Erinnern bei und wie manifestiert sich Erinnerung im Alltag? Das Erinnern findet individuell und kollektiv statt – die Sinne spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Schrift- und Bildmedien. Im öffentlichen Diskussionsforum der Reihe Kultur und Dialog im Rahmen von „Mainz – Stadt der Wissenschaft“ reden vier Experten miteinander und mit Ihnen über die Frage "Wie funktioniert Erinnern? So bleibt Vergangenes gegenwärtig".
Die Veranstaltung des FSP Historische Kulturwissenschaften findet in Kooperation mit der LBS statt.

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27.10.2011 - 29.10.2011
Tagung "Ein Haus wie Ich. Die gebaute Autobiographie in der Moderne"

Fakultätssaal (Philosophicum), Jakob-Welder-Weg 18

Die Tagung zielt auf eine Bestimmung spezifischer künstlerischer Prozeduren, die auf die reale wie imaginäre Beherrschung von Welt und die Selbstbefreiung des Individuums, speziell des Künstlers, aus seinen gesellschaftlichen Verstrickungen angelegt sind. Aus dieser dualistischen Perspektive lässt sich eine Rhetorik der Symbolfindung und Sinngebung herleiten, die die Wahrnehmung und Strukturierung der Moderne in eine polarisierte Innen- und Außenwelt entscheidend geprägt hat. Das Künstlerdomizil als „gebaute Autobiographie" stellt dabei einen Analysegegenstand dar, der den Vorgang von individueller Introspektion und Ausstülpung von Innenwelten nach außen besonders greifbar zu machen vermag. Der partikulare Betrachtungsgegenstand soll neue Beschreibungs- und Interpretationskategorien entwerfen helfen, die die Geschichte der Wohnkultur in übergreifender Perspektive als Wechselspiel von Dekonstruktion und Rekonstruktion, als permanente Umkodierung des Kulturparadigmas „Haus" begreifen lassen.

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23.09.2011 - 24.09.2011
Arbeitsgespräch zum Handwörterbuch "Praxeologische Begriffe" - Medien/Material/Stil
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Institut für Europäische Geschichte, Alte Universitätsstraße 19, 55116 Mainz, 10-18 Uhr

Haben die Historischen Kulturwissenschaften einen eigenen wissenschaftlichen Stil? Anliegen des Handbuch-Projektes „Praxeologische Begriffe" des FSP Historische Kulturwissenschaften ist eine Beschreibung von kulturwissenschaftlichen Arbeits- und Organisationsformen in Hinblick auf ihre Geschichte, Gegenwart und Eigendynamik. Das Arbeitsgespräch Medien/Materialien/Stil dient dem Austausch der Autor/innen des Handbuchs über stilistische Aspekte sowie über die Produktionsbedingungen der kulturwissenschaftlichen Arbeit. Ein weiteres Arbeitsgespräch folgt im Dezember 2011. Gäste sind willkommen.

Programm...>

08.09.2011 - 09.09.2011
Tagung "Concepts, practices and narratives as tools of studying Cultural History"

Tagungsraum im Intercity Hotel, Binger Straße 21, 55131 Mainz, 9-18 Uhr

Bei der Nachwuchswissenschaftlertagung stellen Doktoranden der Kooperationspartner aus Wien, Verona, Edinburgh und Turku/Helsinki sowie aus dem Forum Junge Kulturwissenschaftler ihre Dissertationsprojekte im Hinblick auf das Thema „Concepts, practices and narratives as tools of studying cultural history – Current research projects from the Later Middle Ages until the 19th century“ vor. Inhaltlich werden nicht nur die eigenen Projekte präsentiert, sondern auch aktuelle Konzepte und Praktiken, die als Werkzeuge für die Untersuchung von Kulturgeschichte genutzt werden, diskutiert. Die Tagung soll den Austausch internationaler Forschungsvorhaben sowie die Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler der bestehenden Kooperationspartner fördern.

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04.07.2011
Workshop "Eintragen. Das Notizbuch als epistemologisches Lese- und Schreibformat"
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GFK-Fellow Prof. Dr. Nikolaus Wegmann, Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung, Albert-Schweitzer-Str. 113-115, 55128 Mainz, 9-17 Uhr

In der Literaturwissenschaft gilt es als sicher, dass große Autoren Werke geschrieben haben. Ebenso sicher ist aber auch, dass nahezu alle Autoren Notizbücher geführt haben, die als bloße Vorstufen von Werken unzureichend beschrieben sind. Notizbücher, das ist die Arbeitshypothese für den Mainzer Workshop, sind ein eigenes Lese- und Schreibformat. Als Medien und Gegenstände der philologischen Neugier erfordern die Notizbücher eine genaue Beschreibung und eine eigene Forschung: Die schiere Masse an Notizen hat Auswirkungen auf den forschenden Zugriff: Wie lassen sich Notizbücher als eigene Formate und als ganze Textkorpora beschreiben? Welche Alternativen gibt es zu der verbreiteten literaturwissenschaftlichen Praxis, Notizbücher auf einzelne Notate hin zu lesen? Notizbuch als space: Welche Lokalisierungsstrategien lassen sich in Notizbüchern beobachten? Dauer und Routine: Welche Folgen hat Notieren als tägliche Praxis und als Habitus? Ist Notieren eine intellektuelle Form? Welchen epistemologischen Eigenwert hat Notieren? Wie lässt sich das Verhältnis von Systematisierung und Zufall im Notizbuch fassen? Welche Strategien der Relektüre werden in Notizbüchern sichtbar? Was kontrolliert Relektüren eigener Notizen? Welche Textbewegungen lösen sie möglicherweise aus? Wie spielen kleine und große Textformen zusammen? Wie sollen Notizbücher ediert werden? Wie ist das Verhältnis von Handschrift, Marginalien und Druckbild? An diesen Forschungsfragen zu arbeiten, sie zu stellen und zu testen, ist das Ziel des Workshops. Die Fallstudien werden unter anderem die Notizbücher Friedrich Schlegels und Theodor Fontanes umfassen. ...> Programm (pdf)

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14.06.2011 - 16.06.2011
Projekt "Kulturtransfer, Kulturvergleich und Kulturelle Interaktion"

Ein Projekt des FSP mit dem Kooperationspartner der Universität Turku, Mainz, 14.-16. Juni 2011

Methoden zur Analyse der Beziehungen zwischen Kulturen sind in den letzten Jahren besonders in den Kulturwissenschaften intensiv diskutiert worden. Neben dem Historischen Vergleich und dem Konzept des Kulturtransfers ist besonders die kulturelle Interaktion als Methode der Kulturwissenschaften wichtig geworden, aber eben auch stark in der Diskussion. In jedem Fall geht es um die Träger und die Wege der Transferprozesse, um die transferierten Ideen, Schriften oder Artefakte und auch um die Frage, wie transferierte Kulturideen aufgenommen und angeeignet worden sind. Mit den Kollegen des Partnerinstituts, dem Department of Cultural History an der Universität Turku werden diese Fragen bearbeitet. Auf einem ersten Arbeitstreffen im Juni 2011 in Mainz werden die Projektgruppen gebildet, die Themen verteilt und ein Arbeits- und Zeitplan aufgestellt. Es wird darum gehen eine erste Bestandsaufnahme der jeweils in Finnland und Deutschland aktuellen Zugriffe auf Kulturtransfer, Kulturvergleich und kulturelle Interaktion vorzunehmen. Weitere Arbeitstreffen in den nächsten Jahren, die abwechselnd in Turku und Mainz stattfinden werden, vertiefen die Analyse der genannten Konzepte.

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30.05.2011
Vortrag "The Jesuits and Globalization"

Prof. Dr. José Casanova (Georgetown University, Washington). Philosophicum, Raum P110, 18:15 Uhr

 

A few decades after their foundation the Jesuits had established missions in all corners of the world from Ethiopia to India, Japan, China, Quebec, Maryland, Brazil and Paraguay. Most distinctive of their missions is the fact that they tended to go “native”:  becoming “Brahmins” in India, “mandarins” in China, “indios” in Paraguay, and “slave-owners” in Maryland.  In this respect their model of globalization had greater affinities with the emerging contemporary system of “multiple modernities” and plural globalizations than with the Western-centric model of cosmopolitan modernization which has been hegemonic up to now.

Vortrag auf Einladung der BMBF-Nachwuchsgruppe: Europabilder evangelischer Missionare am Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften.

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20.05.2011 - 21.05.2011
Tagung "Ein neues Bild Kretas in archaischer und klassischer Zeit - Kulturelle Praktiken und materielle Kultur im 6. und 5. Jh. v. Chr."

Fakultätssaal (Philosophicum), Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz

Das archaische und klassische Kreta stellt mit seiner einzigartigen materiellen Kultur und seiner Fülle von Gesetzesinschriften reiches Material zur Untersuchung von Fragen zur Verfügung, die im Mittelpunkt der altertumswissenschaftlichen Forschung zum frühen Griechenland stehen, so etwa die Diskussionen zu den sozialen und materiellen Aspekten der Polisbildung, zur Auseinandersetzung und Kooperation zwischen Aristoi und Demos und zur Ausprägung unterschiedlicher politischer Kulturen in verschiedenen Bürgerstaaten. Trotzdem liegt die Beschäftigung mit dem archaischen und klassischen Kreta seit jeher eher am Rande des altertumswissenschaftlichen Interesses. Das geplante interdisziplinäre Kolloquium ist die erste wissenschaftliche Tagung überhaupt, die sich gezielt der archaisch-klassischen Zeit Kretas widmet. Ziel ist es, aus verschiedenen Perspektiven die strukturellen Veränderungsprozesse, die sich im 6. und 5. Jh. v. Chr. auf der Insel Kreta vollzogen, zu analysieren. Zu diesem Zweck sollen Vertreter verschiedener Disziplinen – Archäologen, Epigraphiker, Rechtshistoriker und Historiker – zusammengebracht und damit der Austausch zwischen diesen Fachgebieten intensiviert werden. Veranstaltet wird die Tagung vom Institut für Klassische Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut – Alte Geschichte der Universität zu Köln.

Tagungsprogramm (pdf) ...> 

Kontakt: Dr. Oliver Pilz ( ); PD Dr. Gunnar Seelentag ( )

08.04.2011 - 09.04.2011
Arbeitsgespräch zum Handwörterbuch „Praxeologische Begriffe“ - Wissen/Akademische Praktiken
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Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

Konzeption und Planung: PD Dr. Ute Frietsch

Was gilt in den historischen Kulturwissenschaften als wissenschaftlich? Was wird praktiziert? Anliegen des Handbuch-Projektes „Praxeologische Begriffe“ des FSP Historische Kulturwissenschaften ist eine Beschreibung von kulturwissenschaftlichen Arbeits- und Organisationsformen in Hinblick auf ihre Geschichte, Gegenwart und Eigendynamik. Das Arbeitsgespräch Wissen/Akademische Praktiken des FSP dient dem Austausch der Autor/innen des Handbuchs über einige akademische Praktiken. Es wird in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur durchgeführt. Weitere Arbeitsgespräche folgen im September und Dezember 2011. Gäste sind willkommen. Um Anmeldung unter wird gebeten.

Programm-Flyer (pdf) 

14.03.2011 - 16.03.2011
Tagung "Das lange 10. Jahrhundert - Struktureller Wandel zwischen Zentralisierung und Fragmentarisierung, äußerem Druck und innerer Krise"

Die vom Forschungsschwerpunkt unterstütze Tagung des Historischen Seminars, Abteilung Mittelalter, und dem FSP-Kooperationspartner RGZM beschäftigt sich mit dem als Krisenzeit geltenden 10. Jahrhundert. Ein Grund für diese traditionelle Einschätzung sind sicher die wiederkehrenden Einfälle „fremder Völker“: So sahen sich am Anfang des Jahrhunderts die Nachfolgereiche des zerfallenen Frankenreichs vielfältigen äußeren Bedrohungen ausgesetzt. Bisher konzentrierte man sich in der Forschung vor allem auf Fragen des Königtums, der Herrschaftspraxis, Staatlichkeit und Nationsbildung. Die hervorragende, wiewohl nicht singuläre Rolle etwa des Ungarnsturms für die deutsche Nationsbildung ist nach wie vor genauso unbestritten wie unhinterfragt. Dieses Verständnis steht zwar in einer gedanklichen Tradition von einschlägigen Abhandlungen über Staatsentstehungen aus der Philosophie, Soziologie und politischen Anthropologie (prominent bspw. die Feststellung Kants, Zum ewigen Frieden), setzt sich aber nicht mit deren Erkenntnissen auseinander.

Tagungsprogramm (pdf)  ... 

23.02.2011 - 24.02.2011
Tagung "Emotionen der Medien - Medien der Emotionen"
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Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz, Tagungsraum im Haus Maria Frieden

Die kulturwissenschaftliche Forschung hat sich in den letzten Jahren vermehrt Emotionen und Affekten zugewandt. Diese Akzentsetzung hat ihre Ursache nicht nur in den Kulturwissenschaften selbst, sondern spiegelt breitere Entwicklungen wider wie etwa den Boom der Neuro- und Biowissenschaften. Besonders aber haben die Kognitions- und Neurowissenschaften Schlüsselfragen von Philosophie und Kulturtheorie wieder virulent werden lassen – Fragen nach dem Verhältnis von Körper und Geist, Fragen nach der Universalität bzw. Anthropologie von Affekten sowie Fragen nach der kulturellen Codierung von Gefühlen. Die Tagung stellt das Problem von Kultur und Natur von Affekten unter die doppelte Perspektive von Emotionen der Medien und Medien der Emotionen. Themen sind also sowohl Affektgenerierungen durch Medien wie Repräsentationen von Gefühlen in Medien.

Während der Tagung ist die Geschäftsstelle nicht besetzt.

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09.02.2011
Workshop "FOTOGRAFIE - Index oder Symbol? Zum aktuellen Stand der bildwissenschaftlichen Diskussion über die Fotografie"
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Institut für Kunstgeschichte, Bingerstraße 26, Seminarraum (3. OG), 16-19 Uhr

Der Workshop des GFK-Fellows Herbert Molderings zum aktuellen Stand der bildwissenschaftlichen Diskussion über die Fotografie wird am Mittwoch, den 09. Februar 2011, stattfinden. Nach einer Einleitung in die aktuelle bildwissenschaftliche Debatte über das fotografische Bild durch Prof. Dr. Herbert Molderings werden theoretisch-methodische Kernfragen diskutiert. Interessierte Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen werden gebeten, sich bis zum 21. Januar 2011 per E-Mail in der Geschäftsstelle ( ) anzumelden. 

Nähere Informationen zum Ablauf sowie Literaturangaben zur Vorbereitung finden Sie hier (pdf).  ... 

Veranstaltungen 2010
22.10.2010
Workshop "Wie beantrage ich kulturwissenschaftliche/kulturhistorische Forschungsvorhaben"
Bildlink Zweck des an interessierte Studierende und Nachwuchswissenschaftler gerichteten Workshops von GFK-Fellow Lutz Musner ist die Vermittlung von praktischen und theoretischen Kenntnissen für die Formulierung von Exposés für kulturwissenschaftliche/kulturhistorische Qualifikationsarbeiten (Promotion) und die Beantragung von Forschungsvorhaben (Stipendien, Projekte). ... > pdf
22.09.2010 - 24.09.2010
Tagung "Frühe Neue Zeiten: Zeitkonzepte zwischen Reformation und Revolution"
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Es scheint allgemein angebracht, Zeit im Kontext der Geschichtswissenschaft in ähnlicher Weise einer kulturwissenschaftlichen Revision zu unterwerfen, wie dies in den vergangenen Jahren mit der ebenso fundamentalen Kategorie des Raumes geschehen ist. Auf der Tagung soll diese Betrachtungsweise für die Frühe Neuzeit fruchtbar gemacht werden. Denn es besteht die berechtigte Vermutung, dass es im Verlauf der Frühen Neuzeit auf ganz grundlegende Weise zur Ausbildung neuer Zeitmodelle und damit auch zu einer Pluralisierung bestehender Zeitkulturen kam. 

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07.09.2010 - 11.09.2010
Annual Gathering Mainz-Turku
Vom 07.09.-11.09.2010 fand das erste Annual Gathering zwischen dem FSP HKW und dem Institute of Cultural History an der Universität Turku (Finnland) statt.
Dieses Treffen diente der Vorbereitung weiteren Austauschs, besonders zwischen den Doktoranden des Forums Junge Kulturwissenschaften und den Turkuer Doktoranden. Das nächste Treffen wird im Sommer 2011 stattfinden, bi-nationale Vorbereitungen werden im Winter 2010/11 beginnen.  ... 
15.07.2010
Workshop "Poesie der Dinge - Dinge in der Poesie"
Bildlink Workshop von GFK-Fellow Prof. em. Dr. Günter Oesterle, Institut für Kunstgeschichte, Binger Straße 26, Doktorandenraum (KG-01), 9:30-18:30 Uhr.

...> pdf

09.07.2010 - 10.07.2010
Tagung "Unverhofftes Wiedersehen. Beispiele anti- oder parahumanistischer Antike-Rezeption" (Seminar für klassische Philologie)
Kulturwissenschaftliche Tagung. Organisiert an der Johannes Gutenberg-Universität in enger Zusammenarbeit mit dem Seminar für Klassische Philologie von Christine Walde und Alfred Krovoza. ...> pdf
08.07.2010 - 10.07.2010
Tagung "Simulation – Dissimulation – Fälschung. Zur Kulturpoetik von Textprofilen"

Die Tagung steht in direktem Zusammenhang mit dem durch den Schwerpunkt geförderten Projekt "Graduiertenkolleg Textprofile – Mikrostrukturen der Literaturgeschichte". An insgesamt drei Tagen werden Literatur- und Kulturwissenschaftler/innen unter der triadischen Figuration „Simulation – Dissimulation – Fälschung“ kulturpoetische Textprofile erkunden. Wurden diese Muster bislang als Überlebensstrategien in Renaissance und Früher Neuzeit erforscht, soll der Blick jetzt auf jüngere Epochen gerichtet werden, um die Kipppunkte in der Geschichte der Literatur ausfindig zu machen, in denen das Kunstversteckspiel aus einer strategischen in eine kunstautonome Form umschlägt.

(Achtung: Raum- und Programmänderungen unter unten stehendem Link!)  ... 

08.07.2010 - 09.07.2010
Vortrag und Workshop "1912 - Marcel Duchamp in München. Ein Beitrag zur Geschichte der Künstlerreise"
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Vortrag und Workshop von GFK- Fellow Prof. Dr. Herbert Molderings.

Vortrag: 08.07.2010, Institut für Kunstgeschichte, Bingerstr. 26, Hörsaal (4. Stock), 18:00 Uhr.

Workshop: 09.07.2010, Institut für Kunstgeschichte, Bingerstr. 26, Übungsraum, 14-16 Uhr. Die Teilnehmerzahl des Workshops ist begrenzt, es wird daher um eine Anmeldung per E-mail an das Institutssekretariat ( ) gebeten.  ... 

30.06.2010
Vortrag " 'Preußentum und Pietismus' Revisited. Anfragen an Carl Hinrichs und Klaus Deppermann"

Vortrag von Associate Professor Dr. Ben Marschke (Humboldt State University, Arcata).  Philosophicum, P107, 18:30 Uhr.

Vor fünfzig Jahren wurde "Preußentum und Pietismus" durch die grundlegende Arbeiten von Carl Hinrichs und Klaus Deppermann etabliert. Die sogenannte "Allianz" zwischen dem halleschen Pietismus und dem preußischen Staat wurde seitdem als sehr langfristig und unproblematisch gesehen. Im Licht seiner letzten quellennahen Forschungsergebnisse legt Marschke eine kritische Untersuchung und Revisitation der Arbeiten von Hinrichs und Deppermann und der gesamten "Preußentum und Pietismus" Master Narrative vor.  

25.06.2010
Workshop "Spurensuche. Methodologische Potentiale der Semiotik in der historisch-kulturwissenschaftlichen Forschung"
Die Semiotik gehört zu den wichtigsten Traditionslinien der modernen Kulturwissenschaften. Als umfassende Lehre von den Zeichen befasst sie sich mit einem der wichtigsten Gegenstände kulturwissenschaftlicher Forschung: Zeichen, also Artefakten, die Informationen über Zeit und Raum hinweg übermitteln und denen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive große Relevanz zugeschrieben wird. Die These dieses an Doktoranden und PostDocs gerichteten Workshops lautet: Eine auf indexikalische Zeichen konzentrierte Semiotik ist der angemessenere methodologische Zugriff auf grundlegende Forschungsprobleme der Historischen Kulturwissenschaften als eine auf menschliche Symbolsysteme konzentrierte Perspektive.
(Workshop mit Prof. Dr. Søren Kjørup, 25.6.2010, Haus Maria Frieden, Mainz)  ... 
17.03.2010 - 20.03.2010
Internationale Konferenz "Cultural History in Europe"

Hauptziel dieser internationalen Konferenz des FSP Historische Kulturwissenschaften ist eine umfassende Bestandsaufnahme zur Kulturgeschichte in Europa. Teilnehmer aus über zehn europäischen Staaten werden dazu über den Stand der Kulturgeschichte in ihren jeweiligen Ländern berichten. Dabei werden sie auch die Form ihrer Institutionalisierung an den Universitäten, Forschungsinstituten und anderen Einrichtungen ihres Landes berücksichtigen.

Für die Dauer der Konferenz ist die Geschäftsstelle des FSP geschlossen!

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22.02.2010
Workshop zu Diskurstheorie, Diskursanalyse und Diskursgeschichte
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Von Diskursen wird fraglos viel geredet, und eine ungefähre Ahnung, was mit diesem Wort gemeint sein könnte, ist auch vielfach vorhanden. Für die meisten dürfte es dennoch schwierig sein, genauer zu umschreiben, geschweige denn zu definieren, was ein Diskurs ist. Der von GFK-Fellow Prof. Dr. Achim Landwehr organisierte Workshop beschäftigt sich mit Fragen zu Diskurstheorie, Diskursanalyse und Diskursgeschichte und richtet sich an Studierende höherer Semester sowie an DoktorandInnen, die sich innerhalb ihrer Projekte damit auseinandersetzen. 

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05.02.2010 - 07.02.2010
Tagung "Die 'Modernitäten' des Nicolaus Cusanus"

Der wirkmächtige Theologe, Kirchenpolitiker und Denker Nikolaus von Kues (1401-1464) lässt sich von verschiedenen Seiten unter der Kategorie der Modernität betrachten. So gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob Cusanus an der Schwelle der Moderne stand und diese einleitete, oder ob er doch vorwiegend ein mittelalterlicher Denker ist. Nicht zuletzt geht es bei der Frage nach der Modernität des Cusanus aber auch darum, ob er für heutige Problemlagen Bedenkenswertes bereithält. Diesen Fragen möchte die u. a. durch den FSP Historische Kulturwissenschaften finanzierte Tagung nachgehen.

> Flyer (pdf)

29.01.2010 - 30.01.2010
Tagung "Laut und Leise: Der Gebrauch von Stimme und Klang in historischen Kulturen"

Zwar ist es verfrüht von einem acoustic turn in den Kulturwissenschaften zu sprechen, doch gewinnt die Bedeutung von Stimme und Klang für die Erforschung von Kulturen zunehmend Gehör. Die interdisziplinäre Tagung „Laut und Leise“ greift diesen Trend auf und möchte mit Vorträgen zur Klangproduktion und zum akustischen Verhalten in historischen Kulturen neue Akzente setzen.

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13.01.2010 - 16.01.2010
Workshop "First Letters 1945 - Erste Briefe nach Deutschland"

Im Zentrum des Workshops steht der Quellentypus der "First Letters". Kurz gesagt handelt es sich dabei um Briefe, die direkt nach Ende des zweiten Weltkrieges von Flüchtlingen der NS-Zeit an in Deutschland verbliebene Personen geschrieben wurden. Vorgeschlagen wird, diese im Hinblick auf die Dynamiken und Dilemmata von Exil und Rückkehr zu untersuchen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sollen sich sowohl auf einer theoretischen und methodologischen Ebene über die Konzeption eines Projektes "First Letters" verständigen, als sich auch mit den "First Letters" selbst  unter Einsatz von unterschiedlichen Verfahren aus dem Bereich der hermeneutischen, textanalytischen bzw. interpretativen Sozialforschung auseinandersetzen.

> Kontakt (Prof. Dr. Detlev Garz)

Veranstaltungen 2009
20.11.2009
Workshop "Im Interesse der Deutlichkeit - Probleme mit der Terminologie?"

Univ.-Doz. Dr. Erika Meyer-Dietrich aus Uppsala veranstaltet als GFK-Fellow des Schwerpunkts einen Workshop, der sich an Studenten der höheren Semester, Magistrierte, Doktoranden, Promovierte und alle Interessierten, die auf dem Gebiet der historischen Kulturen arbeiten, richtet. Den Wunsch einiger Doktoranden der Ägyptologie aufgreifend, soll die kritische Anwendung von zentralen Begriffen innerhalb einer Forschungsdisziplin (z.B. Frömmigkeit, Raum, Kult, Ritual, Kontext, Interaktion, Ikonographie usw.) reflektiert werden, um sich über deren Verwendung in der eigenen Arbeit Klarheit zu verschaffen.

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05.11.2009 - 07.11.2009
Tagung "Reformen. Grenzen und Möglichkeiten herrschaftlicher Steuerung von der Antike bis zur Gegenwart"

Die mit Mitteln des Schwerpunkts finanzierte Tagung „Reformen. Grenzen und Möglichkeiten herrschaftlicher Steuerung durch institutionellen Wandel von der Antike bis zur Gegenwart“, die das Historische Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 05. bis zum 07.November 2009 in Mainz veranstaltet, wird Spielräume und Grenzen herrschaftlicher Steuerung von der Antike bis zur Gegenwart ausloten.

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12.10.2009 - 14.10.2009
Tagung "Textprofile Stilistisch"

Die Tagung "Textprofile stilistisch" steht in direktem Zusammenhang mit dem durch den Schwerpunkt geförderten Projekt "Graduiertenkolleg Textprofile - Mikrostrukturen der Literaturgeschichte". An insgesamt drei Tagen werden sich hier Wissenschaftler aus philologischen Disziplinen und benachbarten Fächern mit der Frage beschäftigen, wie Stil und Schreibweise von Texten zu einem Zusammenhalt als eigenständige, zur Vermittlung von Sinn geeignete bzw. in der Kommunikation erfolgreiche Gebilde verhelfen.

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08.10.2009 - 09.10.2009
Tagung "Mythen und Legenden in der Wissenschaftsgeschichte"
Die Wissenschaftsgeschichte ist voll von Mythen und Legenden, die uns mehr (Archimedes Heureka-Ruf nach dem Bade, Galiles Ausspruch "...und sie bewegt sich doch.") oder weniger (Abraham und Atlas als Begründer der Astronomie) vertraut sind und sich sich in wissenschaftlichen Texten, Bildern und anderen Objekten spiegeln. Die durch den Schwerpunkt geförderte Tagung will den Zusammenhängen von Erzeugung, Pflege und Rezeption solcher Mythen sowie der vermeinlichen Entzauberung der Welt im Prozess zunehmender Verwissenschaftlichung nachspüren.  ... 
22.06.2009
Workshop "Rituale - Performanz - Text als Handlung"

Univ.-Doz. Dr. Erika Meyer-Dietrich aus Uppsala veranstaltet als GFK-Fellow  des Schwerpunkts HKW im Juni einen Workshop zum Thema "Ritual - Performanz - Text als Handlung", der sich an Studenten der höheren Semester, Magister, Doktoranden, Promovierte und alle Interessierten, die mit historischen Kulturen, Texten und Ritualen arbeiten richtet. Er ist eine Arbeitsplattform, um eine theoretische Basis zur Analyse textlicher Quellen (als rituelle Handlung, als Ritualanweisung oder als Diskurs über Rituale) auszuprobieren und ihre Anwendung an einem bestimmten Text zu diskutieren.

Achtung: Der Workshop beginnt (anders als ursprünglich angekündigt) erst um 11:00 Uhr!
Programm: pdf  ... 

18.03.2009 - 19.03.2009
Tagung "Kulturgeschichte - Politikgeschichte. Positionen und Potentiale"

Die von Professor Dr. Matthias Schnettger, Historisches Seminar, Abteilung Neuere Geschichte, und Professor Dr. Andreas Rödder, Historisches Seminar, Abteilung Neueste Geschichte, geleitete Tagung untersucht und diskutiert Fragen der historischen Methodologie in theoretischer Perspektive und anhand kultur- und politikgeschichtlicher Beispiele aus Früher Neuzeit und Moderne. Renommierte Wissenschaftler aus ganz Deutschland werden mit Vorträgen zur intensiven Diskussion beitragen.

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