Forschungskolloquien

Forschungskolloquium "Methodologische Überlegungen zu frühen Konzepten von Mensch und Natur", 13. November 2015, 14-18 Uhr, Senatssaal, Becher-Weg 21, 7.OG, Raum 07-232

Das Forschungskolloquium im Wintersemester 2015/2016 wird durch das GRK 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur" gestaltet und eröffnet durch den Vortrag von Prof. Dr. Dietrich Busse (Düsseldorf).

Programm

14 Uhr Begrüßung

„Frames als Modell zur Analyse und Beschreibung von Konzepten, Konzeptstrukturen, Konzeptwandel und Konzepthierarchien“
Dietrich Busse (Düsseldorf)

15:30 Uhr Vorträge der Graduierten des GRK 1876

„Das nächste Fremde“ – Chances and Challenges in applying emic and etic perspectives to Classical texts
Dominik Berrens

Missing concepts and wrong thoughts? Examples for emic and etic perspectives on Classical texts
Katharina Hillenbrand

Of Barking Gods and Sacred Signs – Challenges in applying emic and etic perspectives on Egyptian sources
Sonja Gerke

Becoming an insider? – Examples for emic and etic reconstructions of ancient Egyptian concepts
Simone Gerhards

Abstracts zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier...>

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Forschungskolloquium "HKW digital", 16. Januar 2015, 14-18Uhr, Fakultätssaal (Philosophicum)

Am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der JGU Mainz sind mehrere digitale Projekte angesiedelt.
Zwei dieser Projekte werden im Forschungskolloquium vorgestellt. Das bereits DFG-geförderte Editionsprojekt Augsburger Baumeisterbücher zeigt Methoden der Digital Humanities in der Bearbeitung und Erforschung sowie deren Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel mittelalterlicher Rechnungsbücher auf.
Das Projekt „Vor der Kulturgeschichte“ will eine Analyse früher Beiträge zur Kulturgeschichts-schreibung vor allem des 18. Jahrhunderts – der „Kulturgeschichte vor der Kulturgeschichte“ – vornehmen und darin sowohl inhaltlich die Faktoren der Herausbildung des modernen historischen und kulturellen Bewusstseins rekonstruieren als auch methodologisch Ursprünge und fortwirkende Traditionen der historischen Kulturwissenschaften auf-decken. Für die methodische Anlage des Projektes ist es unerlässlich, dass die Texte nach systematischen Aspekten verlinkt, thematisch verschlagwortet und kollaborativ kommentiert werden können. Um eine auf die Bedürfnisse des Projektes zugeschnittene Arbeitsumgebung zu entwickeln werden im Laufe der aktuellen Projektphase die technischen Anforderungen anhand der inhaltlichen Sondierungen ermittelt und im Rahmen der teamweb-Plattform prototypisch getestet.

Eröffnet wird das Forschungskolloquium mit dem Vortrag „Daten und Dinge. Zwei Perspektiven der Digitalen Geisteswissenschaften“ von Dr. Georg Schelbert (HU Berlin).

Um Anmeldung unter hkw@uni-mainz.de bis zum 10. Januar 2015 wird gebeten.

Den Flyer mit dem ausführlichen Programm finden Sie hier > Programm "HKW digital"

 


27.06.2014: Forschungskolloquium im Sommersemester

Das Sommerkolloquium findet am Freitag, 27. Juni, von 14-18 Uhr im Fakultätssaal (Philosophicum) statt. Insgesamt vier Kooperationspartner aus Verona, Wien, Aberdeen und Turku stellen ihre Institute sowie ihre Forschungsinteressen und -projekte vor:

Prof. Dr. Alessandro Arcangeli
Dipartimento Tempo, Spazio, Immagine, Società (TeSIS) an der Universität Verona

Dr. Ingo Zechner (Wien)
Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) an der Kunstuniversität Linz

Prof. Dr. Karin Friedrich
Centre for Early Modern Studies (CEMS) an der Universität Aberdeen

Prof. Dr. Hannu Salmi
Kulttuurihistoria, Institut für Kulturgeschichte an der Universität Turku


Forschungskolloquium 2013/2014

13. November 2013, 18 Uhr im Gutenberg Museum Mainz:Vorstellung des Handwörterbuchs
Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens
Die öffentliche Präsentation des Handwörterbuchs wird in Vortrag, Musik und Spiel kurze wissenschaftliche Wortvorträge, Theaterperformances und musikalische Interpretationen bieten.
Um Anmeldung bis zum 08. November unter  wird gebeten.

20. November 2013, 18 Uhr c.t. (Senatssaal der Naturwissenschaftlichen Fakultät)
Prof. Dr. Ralf Konersmann (Kiel): Die zweite Genesis des Menschen
Abstract

04. Dezember 2013, 18 Uhr c.t. P10 (Philosophicum)
Julia Diestelhorst/Caroline Kolisang/Dr. Karin Peters (Forum Junge Kulturwissenschaften):
Räume des Irrationalen – von der Aufklärung bis zur Postmoderne
Abstract

22. Januar 2014, 18 Uhr c.t. P10 (Philosophicum)
Prof. Dr. Klaus Krüger (Berlin): Ausblick ins Unhörbare. Bilder der Musica coelestis
Abstract

Veranstaltungsflyer


Veranstaltungsarchiv - Forschungskolloquien

Übersicht Forschungskolloquium WS 2012/13

Das Forschungskolloquium des FSP HKW wird im Wintersemester 2012/13 an folgenden Terminen, jeweils mittwochs 18 Uhr, stattfinden:

07. November 2012 (P 12, Philosophicum) - GFK-Fellow Harco Willems: Vortrag "Carpe diem! Zum kulturellen Hintergrund einer von Herodot beschriebenen altägyptischen Sitte"

05. Dezember 2012 (Fakultätssaal) - Kurzvorträge aus dem Forum Junge Kulturwissenschaften zum Thema "Identität(en) - Fremdheit und Identitätssuche im 18. und 19. Jahrhundert"

16. Januar 2013 (P 6, Philosophicum) - GFK-Fellow Vera Nünning: Vortrag "Unzuverlässiges Erzählen als interdisziplinäre Schlüsselkategorie? Begriffsgeschichte, neuere Entwicklungen, Forschungsdesiderate"

30. Januar 2013 (Fakultätssaal) - Kurzvorträge aus dem Forum Junge Kulturwissenschaften zum Thema "Aushandlungsprozesse von Macht und Herrschaft in interdisziplinärer Perspektive“

30.01.2013
Vorträge zu "Aushandlungsprozesse von Macht und Herrschaft in interdisziplinärer Perspektive“

Forum Junge Kulturwissenschaften, Fakultätssaal (Philosophicum), 18 Uhr c.t.

 

 

Die Analyse der Aushandlungsprozesse von Macht erlaubt zum einen die Erschließung des Phänomens von Herrschaft und Gewalt über einen ihr bei- bzw. übergeordneten Diskurs sowie dessen Repräsentationsformen. Zum anderen lenkt die Betrachtung das Augenmerk auf diejenigen Träger der Diskurse, die gerade nicht zu den qua Amt oder Herrscherwürde an der Macht Beteiligten gehören.

Der Vortrag wird sowohl allgemeine Überlegungen zum Ertrag der kulturwissenschaftlichen Perspektive als auch exemplarische Analysen solcher Aushandlungsprozesse vorstellen. Anhand der Absetzung des Königs von England in der sog. Glorious Revolution oder der Auseinandersetzung Wielands mit der Französischen Revolution sollen die Bedingungen und Übergänge kenntlich werden, welche die Aushandlungsprozesse der Herrschaft jeweils konstituieren und strukturieren. Noch deutlicher auf die Vereinnahmung der Beherrschten konzentriert sich schließlich ein Blick auf die Spanische Inquisition und die Hexenverfolgungen. Hier lässt sich aufzeigen, wie sich Machtkonfigurationen in einer von der Herrschaft nur mehr angestoßenen Kontrolle religiöser Konformität manifestieren und in den sozialen Strukturen bekräftigt und praktiziert werden.

Vortragende:
Monika Frohnapfel, M.A.
Cathleen Sarti, M.A.
Dr. Christine Waldschmidt

 

16.01.2013
Vortrag "Unzuverlässiges Erzählen als interdisziplinäre Schlüsselkategorie? Begriffsgeschichte, neuere Entwicklungen, Forschungsdesiderate"

Forschungskolloquium, P 6 (Philosophicum), 18:15 Uhr

Der Begriff des ‚unzuverlässigen Erzählens‘, der 1961 von Wayne C. Booth in die literaturwissenschaftliche Forschungsdebatte eingeführt wurde, hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Viele populäre ebenso wie renommierte Romanautoren oder Regisseure verwenden ‚unzuverlässige‘ Erzähler in ihren Werken; man denke nur an Filme und Romane wie Fight Club, Memento, oder Kazuo Ishiguros Was vom Tage übrig blieb. Auch in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gewinnen die Fragen danach, was ‚zuverlässiges‘ und ‚unzuverlässiges‘ Erzählen ist und wodurch sich Glaubwürdigkeit bzw. Unglaubwürdigkeit auszeichnet, zunehmend an Bedeutung. Nicht nur bei literarischen Erzähltexten, sondern auch bei Alltags- und Wirklichkeitserzählungen muss entschieden werden, ob man einem Augenzeugen oder Erzähler trauen kann. Wie unzuverlässiges Erzählen theoretisch konzeptualisiert werden kann, wird anhand einer Skizze der Begriffsgeschichte und der Darlegung neuerer Entwicklungen in der Forschung aufgezeigt; die Erörterung von Forschungsdesideraten verfolgt das Ziel, ein interdisziplinäres Diskussionsangebot machen und den Wert von unzuverlässigem Erzählen als Schlüsselkategorie der Kultur- und Sozialwissenschaften aufzuweisen.

05.12.2012
Vorträge zu "Identität(en) - Fremdheit und Identitätssuche im 18. und 19. Jahrhundert"

Forum Junge Kulturwissenschaften, Fakultätssaal (Philosophicum), 18 Uhr c.t.

Mit Georg II., Georg IV. und Eleonora Duse werden drei Personen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen im 18. und 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt gestellt.  Georg II. und Georg IV. gehörten der deutschen Dynastie der Welfen an, regierten aber in Großbritannien, welches selber durch verschiedene (nationale) Identitäten geprägt war. Eleonora Duse war eine der großen Theaterschauspielerinnen des 19. Jahrhunderts, die bei ihrem ersten Gastspiel in Berlin in ihrer Identität als "Italienerin" wahrgenommen wurde. Auch bei unterschiedlichen disziplinären Herangehensweisen von Geschichte, Philologie und Theaterwissenschaft zeigt eine kulturhistorische Untersuchung der Ausdrucksformen von Identität dennoch Gemeinsamkeiten.

Charlotte Backerra: Nation und Identität - Georg II. als "deutscher" König von Großbritannien 
Elaine Keenan: "Tartan Identity" - der Besuch George IV. in Edinburgh
Stefanie Watzka: Nation(alkunst) und Identität - das erste Gastspiel Eleonora Duses in Berlin

07.11.2012
Vortrag "Carpe diem! Zum kulturellen Hintergrund einer von Herodot beschriebenen altägyptischen Sitte"

Forschungskolloquium, 18 Uhr, P 12 (Philosophicum)

Nach Herodot (Buch II.78) soll es in Ägypten im 6. Jahrhundert v.Chr. üblich gewesen sein, den Anwesenden bei Gastmahlzeiten eine Statuette zu zeigen, die eine Leiche abbildet. So sollte den Gästen eingeprägt werden, dass das Leben kurz ist und deshalb genossen werden sollte. Auch bei anderen klassischen Autoren wird auf diese Sitte verwiesen. Tatsächlich sind derartige Statuetten archäologisch bekannt, und sie werden gerne in die Zeit datiert, wo Herodot den Brauch beobachtet haben soll. Neuere Forschungen zeigen aber, dass dieser in weit frühere Zeit zurückreicht und der ursprüngliche kulturelle Kontext dieser Feiern genau rekonstruiert werden kann. 

18.04.2012 - 18.07.2012
Interdisziplinäre Ringvorlesung "Die Altertumswissenschaften in Mainz: Außen- und Innenansichten"

P5 (Philosophicum), 18:15 Uhr

Die Ringvorlesung wird die einzelnen Disziplinen der Altertumswissenschaften an der JGU Mainz auf besondere Weise näher vorstellen. Der erste Teil soll die Geschichte und den Gegenstand der entsprechenden Disziplin umreißen und hier auch insbesondere die Distanz zu und die Vernetzung mit anderen Fächern aufzeigen. Der Abriss der Geschichte des Fachs wird strikt von der Perspektive der heutigen Positionierung im Fächerkanon entworfen. In einem zweiten Teil werden FachvertreterInnen der einzelnen Disziplinen ihre Forschungsschwerpunkte präsentieren. Es wird deutlich werden, dass es sich bei den Altertumswissenschaften um eine netzförmig verbundene Gruppe von Wissenschaften handelt, die teilweise durch jahrhundertelange Traditionen geprägt sind, gleichzeitig aber durch ihre Gegenstände einen Eigensinn entwickelt haben, der nicht in jedem Falle mit der aktuellen Wissenschaftspraxis und mit den Förderungsmöglichkeiten optimale Bedingungen vorfindet. Die Ringvorlesung findet in Kooperation mit dem FSP Historische Kulturwissenschaften statt und ersetzt im Sommersemester 2012 das Forschungskolloquium.

...> Programm

01.02.2012
Vortrag "(Un)tiefe Wunden. Grenzen der Hermeneutik im Umgang mit Gewalterleben in der Frühen Neuzeit" (21. Forschungskolloquium)

PD Dr. Maren Lorenz (Hamburg/Basel), Raum P 210, Philosophicum, 18:15 Uhr

Der Vortrag will exemplarisch die Grenzen und Möglichkeiten transdisziplinärer Herangehensweisen an Fragen zu Emotionen, insbesondere einschneidenden Gewalterfahrungen in der Geschichte ausloten. Eingangs werden zum Zwecke der besseren Nachvollziehbarkeit die über die klassische Hermeneutik hinausgehenden methodischen Ausgangspositionen und Perspektiven sowie relevante Begriffe und Konzepte definiert und vorgestellt. Der zweite Teil ist einem vergleichsweise gut dokumentierten biographischen Fallbeispiel im Zusammenhang mit Krieg und Gewalt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gewidmet. An diesen Fall werden die eingangs vorgestellten Kategorien und Methoden rückgebunden. Erst die konsequente Kontextualisierung verschiedener Quellen und Textarten untereinander zeigt die (engen) Spielräume bei der Frage nach Traumatisierungen insbesondere für die frühneuzeitliche Geschichtswissenschaft auf.

09.12.2011
Vortrag "Laughter in the early modern period: A complex reaction" (20. Forschungskolloquium)

GFK-Fellow Dr. Anu Korhonen (Helsinki/Mainz), Fakultätssaal, Philosophicum, 16:30 Uhr

Laughter in the early modern period (as in the middle ages) was seen as a particularly human property, something that distinguished humans from animals. Although a complex phenomenon, it was not necessarily a very elevated human skill. It happened in the body and involved various organs in it. It had its origin in a stimulus that a person received from the outer world with his senses. It was processed in the soul and linked particularly to its middle part, the sensitive soul, and within it, the imagination. It was related to a set of emotions, especially joy and pleasure, but its links with emotions, too, were often complex. In any case, it was good for you: in moderate doses, laughter was beneficial to health. In this paper, I will discuss how laughter was understood in the early modern period: what was laughter all about, and how and why did people laugh?

09.12.2011
Vortrag "Were kings like other men? Manhood and political leadership in the later middle ages" (20. Forschungskolloquium)

Dr. Christopher Fletcher (Paris), Fakultätssaal, Philosophicum, 15 Uhr

Late medieval English kings operated in an increasingly public political society. Monarchs found it expedient to persuade their people of the rectitude of their policies, and the English public found ways to express their opinions, from petitioning to gossip and rebellion. This article examines some of the consequences of this state of affairs. In particular: What effect did the public nature of kingship have upon the relationship between ideals of conduct applicable to kings and norms of masculinity which applied to all men? This question is addressed by comparing proclamations of Edward III (1327-77), and reports of treasonous words under Henry VI (1422-61), with earlier attacks on Edward II (1307-27). The first two were judged by ideals of manhood which applied to all men. The latter was criticized for potentially manly pursuits which were nonetheless inappropriate for a king. Still, it would be unwise to impose a developmental narrative on these diverse political circumstances. The variety of interpretations of manhood available made it possible to criticize or praise kings as manly or unmanly according to particular political circumstances. What is certain, however, is that the public nature of kingship made the king’s manhood a powerful political tool throughout this period.

06.07.2011
Vortrag "August Hermann Francke and the problem of Conversion"

Prof. Dr. Jonathan Strom (Atlanta), Senatssaal (Raum 07-232), Naturwissenschaftliche Fakultät (ZDV), Johann-Joachim-Becher-Weg 21, 18:15 Uhr

Francke’s conversion narrative is the most famous and oft recounted story of conversion in German Pietism. Yet its reception and meaning is anything but straightforward. It raises fundamental questions about the nature of conversion, the historical interpretation of religious experience, and narrative practices that shape the past.

29.06.2011
Vortrag "The 'Birth' of the Ritual Murder Accusation and the Cultural Historian" (18. Forschungskolloquium)

Prof. Dr. Miri Rubin (Queen Mary University London), Senatssaal (Raum 07-232), Naturwissenschaftliche Fakultät (ZDV), Johann-Joachim-Becher-Weg 21, 18:15 Uhr

In Easter Week 1144 a twelve-year-old boy was found dead in Thorpe Wood outside the city of Norwich. By 1150 the monk Thomas from Norwich Cathedral Priory 're-opened' this case and revived old rumours which had aimed to blame his death on the Jews of the City. Thomas made his in the Vita et passio Willelmi Norwicensis, a hagiographical which aimed to reconstruct the alleged crime, and to prove Jewish guilt. In it he invented an accusation which was repeatedly levelled against Jews across the centuries.This historical episode is usually studied as a chapter of Jewish history, I wish to frame it as en English tale, which reflects fissures within contemporary religious cultures. In my lecture I shall consider the methods and approaches which seem appropriate as a historian confronts narrative - its production, style, and reception - and its history. Above all, I shall ask and hope to discuss with you, the question of framing: how the historian determines the appropriate frame - which is not just the question of context - for historical investigation.

08.06.2011
Vortrag "Heimatforschung" (17. Forschungskolloquium)

GFK-Fellow Prof. Dr. Nikolaus Wegmann (Princeton/Mainz), Fakultätssaal, Philosophicum, 18:15 Uhr

Die Heimat wird gepflegt oder denunziert. Erforscht wird aber die "Weltgesellschaft", der "atopische Raum" oder die "Globalisierung". Berge und Kühe, Heimweh und Landschaftsliebe scheinen vormoderne, nur noch anachronistische Motive. Lässt sich Heimat überhaupt als ein Problem der Forschung bearbeiten?

25.05.2011
Vortrag "How do Write a Cultural History of Truth? Some Theoretical Perspectives and Medieval Examples" (16. Forschungskolloquium)

Dr. Marek Tamm (Tallinn), Fakultätssaal, Philosophicum, 18:15 Uhr

Cultural history has been highly successful in recent years in historicizing and problematizing a great number of phenomena in human history. But as much as I know there has so far been no attempt to write a cultural history of truth. Needless to say, this venture is not an easy one, running into critical difficulties as well in theoretical as in empirical level. I propose to explore this complicated field by introducing some concepts coined by the French philosopher Michel Foucault. According to Foucault, each society creates a “regime of truth” according to its beliefs, values, and mores. He specifies also, and I do share his position, that he is not interested in spelling out what the concrete content of “the truth” might actually be, instead he is interested in looking at the way rules are set up historically to grant or limit access to something called the truth. I shall understand the cultural history of truth, first of all, as the cultural history of mechanisms and technologies for producing knowledge and of systems for inquiring into and interpreting all kinds of subjects. In order to illustrate my argument, I shall analyse some truth-finding techniques espoused in thirteenth- and fourteenth-century Western Europe. I shall focus especially on the new “regime of truth” that emerged, as I make the case, in early thirteenth century Western Europe around the concept of quaestio. This new regime of truth is characterized by the conviction that truth would be acquired not by passively awaiting its revelation through God’s grace but by actively seeking it through reason and interrogation. I am particularly interested in technologies of truth production and in systems of truth interrogation. It is my intention to discuss the first question on the basis of the inquisitor’s manuals and the second question on the basis of the confessor’s manuals.

02.02.2011
Vortrag "Das Bild als 'Window-Frame-Peep-Show-Hole-in-the-Wall'. Marcel Duchamps Arbeit an der Dekonstruktion der wissenschaftlichen Perspektive" (15. Forschungskolloquium)

GFK-Fellow Prof. Dr. Herbert Molderings, Philosophicum, Fakultätssaal, 18:15 Uhr 

Ausgehend von Duchamps letztem Werk, der Installation „Gegeben sind: 1. der Wasserfall 2. das Leuchtgas“, werden wir in dem Vortrag die wichtigsten Stationen der Arbeit des Künstlers an der Dekonstruktion der Perspektive in ihre wissenschaftlichen und metaphorischen Bestandteile aufsuchen. Dabei wird sich zeigen, dass Duchamp im Unterschied zur klassischen Kunstgeschichte die Perspektive nicht nur als eine geometrische Projektionstechnik, sondern ebenso als eine „symbolische Form“ des erotischen Begehrens begriffen hat.  ... 

12.01.2011
Vortrag "Die deutsche Romanistik zwischen Kulturkunde und den historischen Kulturwissenschaften. Überlegungen zur Methodendebatte seit dem 1. Weltkrieg (14. Forschungskolloquium)

Prof. Dr. Earl Jeffrey Richards (Wuppertal), Philosophicum, Fakultätssaal, 18:15 Uhr

Der Kassler Romanist Roland Höhne hat neulich argumentiert, dass das „Projekt der Landeswissenschaften“, das nach 1968 in der kritischen Auseinandersetzung mit der Frankreichkunde nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist, gescheitert sei, weil die „Reformallianz der 70er Jahre zwischen Pädagogen, Politologen und Philologen“ sich nicht mehr erneuern ließe. Diese Feststellung spiegelt einen Zustand wider, der allerdings nicht erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges herrscht, sondern bereits während des Ersten Weltkriegs in der deutschen Romanistik entstanden ist. Einflussreiche Romanisten wie Karl Voßler (München) und Eduard Wechssler (Berlin) plädierten für eine Landeskunde, die einer Wesenskunde gleichkam, eine Wesenskunde, die das „Deutschtum“ und das „Franzosentum“ als Gegensätze postulierte, oft in der Gegenüberstellung von deutscher „Kultur“ mit französischer „civilisation“. [...]

08.12.2010
Verleihung der Förderpreise des FSP Historische Kulturwissenschaften 2010

Philosophicum, Fakultätssaal, 18:15 Uhr

Der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften verleiht Förderpreise für an der Universität Mainz abgeschlossene Dissertationen mit historisch-kulturwissenschaftlicher Ausrichtung. Im Rahmen der Verleihung werden die Preisträger und Preisträgerinnen ihre Dissertation in Kurzvorträgen vorstellen.

Programm (pdf)

17.11.2010
Vortrag "Praxeologische Begriffe: Vorstellung des Handbuch-Projekts des FSP Historische Kulturwissenschaften" (12. Forschungskolloquium)

PD Dr. Ute Frietsch (Mainz). Philosophicum, Fakultätssaal, 18:15 Uhr

Am FSP Historische Kulturwissenschaften ist das Projekt „Praxeologische Begriffe. Ein Handwörterbuch der Historischen Kulturwissenschaften“ in Vorbereitung. Die Publikation bei transcript, in der Reihe Mainzer Historische Kulturwissenschaften, ist für 2013 vorgesehen. Im Vortrag wird das Konzept des Handbuchs vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion. KulturwissenschaftlerInnen, die sich ggf. mit einem eigenen Beitrag am Handbuch beteiligen möchten, werden die Unterlagen zum Handbuch als Handout bereitgestellt. Sie können diese auch per Mail bei Frau PD Dr. Ute Frietsch anfordern ( ).

23.06.2010
Vortrag "Desiderata einer Historischen Kulturwissenschaft" (11. Forschungskolloquium)

GFK-Fellow Dr. habil Lutz Musner (Wien/Mainz). Philosophicum, Fakultätsaal, Beginn 18:30 Uhr.

Anhand einer Fallstudie aus dem Ersten Weltkrieg (den Isonzo-Schlachten an der Südwestfront) werden zwei Modelle einer historischen Kulturwissenschaft diskutiert. Zum einen ein Modell, das kulturwissenschaftliche Methoden historisiert und Kriegsereignisse als Medien-, Repräsentations- und Gedächtnisgeschichte erzählt. Zum anderen ein Modell, das forschungsleitend von einer Symmetrie von Gefechten und Gefechtsdingen, Kriegshandlungen und Kriegslandschaften sowie Ereignissen und Repräsentationen ausgeht und diese auf der gleichen Ebene und mit der gleichen Wertigkeit analysiert. Wissenschaftstheoretisch wird die Gefahr angesprochen, dass eine historische Kulturwissenschaft „Kultur” ontologisiert so wie seinerzeit die Sozialgeschichte „Gesellschaft” substantialisiert hat. Dagegen wird ein Verfahren vorgeschlagen, das im Wissen um die diskursive Maskierung allen historischen Materials Geschichten erzählt ohne historische Gegenstände einem systematischen Konstruktionsvorbehalt zu unterwerfen.

02.06.2010
Vortrag "Kulturwissenschaften im internationalen Vergleich: USA, Frankreich, Deutschland" (10. Forschungskolloquium)

Prof. Dr. Anne Chalard-Fillaudeau (Paris/Houston). Philosophicum, Fakultätsaal, 18:15 Uhr.

Gegenstand der Präsentation sind die Cultural Studies in ihrer nordamerikanischen Ausprägung, die „études culturelles“ in Frankreich sowie die deutschsprachigen Kulturwissenschaften. Ausgehend von ihrer jeweiligen Genese, ihrem Grad der Institutionalisierung und ihrer Forschungsagenda soll die Frage nach wechselseitigen Beeinflussungen und wissenspolitischen Dynamiken gestellt werden. Obwohl alle drei Wissensformationen unterschiedliche Kontexte der Produktion und Rezeption aufweisen, so gibt es doch Überkreuzungen bzw. eine Parallelführung von Forschungskonzepten, die auf eine zunehmende Transnationalisierung von kulturanalytischen Ansätzen und eine Relativierung von Fächergrenzen verweisen.

26.05.2010
Vortrag "Historische Anthropologie und Kulturwissenschaften" (9. Forschungskolloquium)

Prof. Dr. Gesine Krüger (Zürich). Philosophicum, Fakultätssaal, 18:15 Uhr.

Warum sind „life science“ so viel wichtiger als Geschichte und Philosophie, wenn es darum geht, „den Menschen“ zu erklären? Kann eine Kulturwissenschaft überhaupt noch einen Deutungsanspruch erheben, wenn sie alle Metaerzählungen und Paradigmen aufgegeben hat? Oder erscheint mit dem Plastikwort „Globalisierug“ eine neue Metaerzählung am Horizont der ehemaligen Geisteswissenschaften, die zwar nicht mehr nach Bedeutung und Sinn fragen, aber zumindest einen Rahmen für die derzeitigen Revolutionen der Kommunikation und Selbsttechniken, der globalen Herrschaftsausübung und des Kampfes um Ressourcen liefern. Im Vortrag soll die These vertreten werden, dass Historische Anthropologie nach wir vor einen wichtigen Beitrag zu akademischen und politischen Debatten liefert.

05.05.2010
Vortrag "Knick in der Optik: Überlegungen zum historischen Material" (8. Forschungskolloquium)

GFK-Fellow Prof. Dr. Achim Landwehr (Mainz/Düsseldorf). Philosophicum, Fakultätsaal, 18:15 Uhr.

Historisch arbeitende Menschen haben in konjunkturell verlaufenden Wellen immer wieder Probleme mit ihrem Gegenstand. Die immer wieder aufkommende Selbstbefragung der Geschichtswissenschaften hinsichtlich ihres Materials ist richtig und wichtig – offenbart zugleich aber immer wieder Wahrnehmungsprobleme. Bei entsprechenden Diskussionen wird nicht selten ein Knick in der Optik der Geschichtswissenschaften deutlich, der sich auf folgende Frage konzentrieren lässt: Sehen wir durch das geschichtliche Material hindurch, also durch die „Quellen“ auf den Grund des historischen Geschehens, oder blicken wir auf das historische Material?

20.01.2010
Vortrag "Wo Kunstgeschichte Kulturgeschichte ist: 3 Beispiele" (7. Forschungskolloquium)

Kunstgeschichte ist nicht automatisch Kulturgeschichte - und vor allem: was ist Kulturgeschichte, was Kulturwissenschaft? Wo Kunstwerke nicht in erster Linie unter stilgeschichtlichen, biographisch-monographischen oder rein ikonographischen Aspekten  analysiert werden, sondern statt dessen als Teil genau jener Diskurse, die sie hervorgebracht haben - da kommt ein kulturwissenschaftlicher Ansatz zur Geltung. Weist eine dieser Methodik verpflichtete Kunstwissenschaft zunächst immer auf die Arbeiten Aby Warburgs, so Prof. Dr. Victoria von Flemming (Braunschweig) an einigen Bilddeutungen aufzeigen, dass und auf welche Weise sich eine kulturwissenschaftlich orientierte Kunstgeschichte heute entwickelt.

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)

16.12.2009
Vortrag "Luxus-Dinge und ihr kulturpoetischer Kontext: das Interieur" (6. Forschungskolloquium)
Unter dem Aspekt einer Relation von Alltag und Kunstform möchte GFK-Fellow Prof. em. Dr. Günter Oesterle (Gießen/Mainz) in seinem Vortrag drei gegenwärtige aktuelle kulturwissenschaftliche Forschungsansätze zusammenführen:
1. die ästhetischen Konsequenzen einer Konsumrevolution im 18. Jahrhundert
2. die Semiotik, Materialität und Suggestionskraft der Dinge und
3. eine Poetik des Interieurs mit ihren Fragen von Raumästhetik und Atmosphärischem.
Ferment dieser Zusammenführung ist eine ‚aisthesis‘, die Blick und Haptisches, Raum und Atmosphärisches, Stimmung und Erinnerung zu Dingsuggestionen verdichtet.
Den theoretischen Überlegungen korrespondiert eine literarische Textsequenz, die vom späten 17. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts reicht.

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)

02.12.2009
Vortrag "Gleichzeitigkeiten im 17. Jahrhundert" (5. Forschungskolloquium)

Dass Zeit kein unilineares, sondern ein soziokulturell plurales Phänomen ist, lässt sich insbesondere in historischer Perspektive belegen. Mit dieser Beobachtung setzt sich der Vortrag des GFK-Fellows Prof. Dr. Achim Landwehr (Düsseldorf/Mainz) exemplarisch auseinander. Denn die vielfältigen Entwicklungen des 17. Jahrhunderts, die so schwer auf einen begrifflichen Nenner zu bringen sind, können unter anderem mit dem Begriff der "Gleichzeitigkeiten" gefasst werden. Insbesondere am Beispiel von Kalenderdrucken soll gezeigt werden, welche Formen von "Gleichzeitigkeiten" sich im 17. Jahrhundert beobachten lassen."

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)

04.11.2009
Vortrag "Trommeln und Trompeten: Das Klangmuster einer Prozession am Beispiel des alten Ägypten" (4. Forschungskolloquium)

Vortrag Univ.-Doz. Dr. Erika Meyer-Dietrich (Uppsala/Mainz): "Trommeln und Trompeten: Das Klangmuster einer Prozession am Beispiel des alten Ägypten"

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)

24.06.2009
Vortrag "The Witch in the Alehouse: Or, The Experience of doing Cultural History" (3. Forschungskolloquium)

“When you realize you are not getting something – a joke, a proverb, a ceremony”, Robert Darnton once wrote, “you can see where to grasp a foreign system of meaning in order to unravel it”. Starting from an encounter and a joke she came across while reading early modern murder pamphlets, Anu Korhonen (Helsinki) will discuss cultural history and the way we practice it. 

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)

13.05.2009
Vorstellung der GFK-Fellows / Vortrag "Altägyptische Anthropolologie" (2. Forschungskolloquium)

In Zusammenarbeit des Schwerpunkts HKW und des Gutenberg Forschungskollegs ist ein Fellowship für „Theorien und Methoden der Historischen Kulturwissenschaften“ eingerichtet worden, in dessen Rahmen exzellente auswärtige WissenschaftlerInnen nach Mainz eingeladen werden. Die kommenden Fellows (Univ.-Prof. Dr. Achim Landwehr aus Düsseldorf, Univ.-Doz. Dr. Erika Meyer-Dietrich aus Uppsala, Dr. habil. Lutz Musner aus Wien und Univ.-Prof. em. Dr. Günter Oesterle aus Gießen) werden nun im Rahmen des 2. Forschungkolloquiums vorgestellt.

Frau Meyer-Dietrich wird darüber hinaus einen Vortrag zum Thema "Altägyptische Anthropologie - Was fügt sich zum lebenden Menschen?" halten. Der Abend schließt mit einem kleinen Empfang ab.

(ab 17:00 Uhr, P3, Philosophicum)

 

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29.04.2009
Vortrag "Historische Kulturwissenschaften in Mainz" (1. Forschungskolloquium)

 

Der Sprecher des Schwerpunkts HKW Prof. Dr. Jörg Rogge wird in seinem Vortrag Überlegungen zu Konzeption, Aufgaben und Perspektiven der Historischen Kulturwissenschaften in Mainz formulieren und diskutieren.

(18:15 Uhr, Fakultätssaal, Philosophicum)