News und Events

Forschungskolloquium "Building Worlds - Shaping Identities" im SoSe, 23.6.2017

Am Freitag, den 23. 6. 2017, findet im Fakultätssaal des Philosophicums das Forschungskolloquium des FSPs HKW statt. Die Veranstaltung trägt den Titel "Building Worlds - Shaping Identities" und ist dem Historischen Erzählen gewidmet. Als Refernten konnten wir Prof. Michael Neumann (Eichstätt-Ingolstadt) gewinnen, der einen Einblick in das Thema "Narrative Universalien und Vielfalt des Erzählens" geben wird. Ebenfalls freuen wir uns auf Prof. Daniel Fulda (Halle-Wittenberg), der zu "Narrative Weltkonstruktionen – ein Desiderat der Erzähltheorie" sprechen wird.

Das Historische Erzählen bildet schon länger einen Arbeitsschwerpunkt des FSPs HKW, wobei die Narratologie als „travelling concept" mit ihrem Potential für die produktive Weiterentwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Focus steht. Ziel ist  dabei die Weiterentwicklung der Narratologie als Methode in den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung folgen hier in Kürze.


Die digitale Edition der Augsburger Baumeisterbücher ist online!

Digitale Edition der Augsburger Baumeisterbücher des Forschungsschwerpunkts Historische Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geht online.

In den Augsburger Baumeisterbüchern sind sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Reichsstadt im Zeitraum zwischen 1320 und 1800 dokumentiert. Die Baumeister haben in ihren Büchern nicht nur Zahlenkolonnen verbucht, sondern zeichneten dank mancher Eigenheiten in der damaligen Technik der Buchführung mitunter ein anschauliches Bild vom Leben in ihrer Stadt. Anders als die Rechnungsbücher vieler Städte des Reiches haben die Baumeisterbücher die Zeiten nahezu unbeschadet überstanden. Sie bilden einen geschlossenen Bestand mit unschätzbarem Wert für die Wirtschafts-, Finanz-, Sozial- und Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, der bisher allerdings nur schriftkundlich bewanderten Besuchern des Augsburger Stadtarchivs zugänglich war. Umso erfreulicher ist es, dass nun eine digitale Volltextedition zur Verfügung steht, die das Material nach den neuesten technologischen und methodischen Standards der Digital Humanities aufbereitet und darstellt.

Das DFG-Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Rogge hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bücher aus den Jahren von 1320 bis 1466 zu erschließen. Hierbei kommt ein genuin digitaler Erfassungsprozess auf Basis der virtuellen Forschungsumgebung „FuD“ des Trier Center for Digital Humanities (TCDH) zum Einsatz. Die in FuD transkribierten und kommentierten Bände werden in ein von der Digitalen Akademie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur entwickeltes Online-Framework für historische Quellen eingespeist. Die im

Projekt etablierten Prozesse sind dabei auf kontinuierliche „Work-in-Progress“-Publikationen ausgerichtet. Die Digitale Edition wird also stetig „wachsen“. Bereits jetzt enthalten die Register mehr als 4500 Stichworte, die einen Einblick in den inhaltlichen Reichtum der Quelle gestatten. Die wortweise Verlinkung mit online verfügbaren Wörterbüchern sorgt für eine bessere Verständlichkeit des mittelhochdeutschen Originals. Da sich das Stadtarchiv Augsburg die Publikation von Digitalisaten aus rechtlichen Gründen vorbehalten hat, musste bedauerlicherweise auf die Einbindung von Faksimiles verzichtet werden. Umso wichtiger war es, eine Darbietungsform zu entwickeln, die eine möglichst vorlagengetreue Wiedergabe mit optimaler Lesbarkeit und wissenschaftlicher Nachnutzbarkeit verbindet. Sie wurde sowohl für die Desktop-Ansicht als auch für mobile Endgeräte optimiert. Neben effektiven Volltext- und Register-Suchmöglichkeiten und einer semantischen Indizierung des Materials bietet die digitale Edition eine stabile und zitierfähige Quellengrundlage, bei der mittels Permalinks nicht nur einzelne Seiten, sondern auch einzelne Einträge oder Zeilen von Einträgen dauerhaft referenziert werden können. Ein effizientes Versionierungssystem gewährleistet dabei eine nachhaltige und dauerhafte Bereitstellung des edierten Materials, in das auch Korrekturen für die Forschung nachvollziehbar eingearbeitet werden können.

Die Edition ist ab dem 6. Februar 2017 unter der Adresse https://www.augsburger-baumeisterbuecher.de/ abrufbar.


Veranstaltung zum Thema "Urheberrecht im Zeitalter digitaler Medien" am 1./8. Februar 2017 in Mainz

Digitale Medien machen vor dem Gesetz nicht halt. Ein Arbeitsplatz ohne Internet ist kaum mehr vorstellbar; Laptops und Smart-Boards ermöglichen den Unterricht und das Lernen auf so genannten Lern-Management-Systemen. Die digitale Kopie ist ebenso praxistauglich wie unkontrollierbar, versteht sich aber nicht mit dem Urheberrecht. Studierende wie Lehrende beschaffen sich für Lehrveranstaltungen nicht nur Inspirationen, sondern auch Medien aus dem Netz.
Die Vorlesungen führen in das allgemeine Urheberrecht ein und vermitteln anhand lebensnaher Fälle aus der Praxis Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung fremder Werke. Insbesondere behandelt werden dabei die Sonderregelungen für Wissenschaft und Bildung. Aber auch der Umgang mit digitalen Medien auf dem Smart-Board, auf Websites, in Filmen und auf Bildern wird besprochen.
Antonia Dufeu, LL.M. ist Absolventin der JGU. Sie praktiziert als Anwältin mit den Schwerpunkten Medienrecht, Arbeitsrecht und gewerblicher Rechtschutz; weiterhin ist sie zertifizierter Coach, berät seit langem Fach- und Führungskräfte und ist in der Erwachsenenbildung aller Personengruppen tätig. Sie ist Mitautorin der Handreichung Schule. Medien. Recht (hrsg. vom Ministerium für Bildung, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz).

Weiter Informationen zum Programm finden Sie hier ...>


FSP HKW mit Panel auf dem VII Congress of the Italian Society of Women Historians (SIS) Pisa, 2.-4. Februar 2017

Der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften nimmt mit einem Panel an der diesjährigen Jahrestagung der SIS (Society of Women Historians) vom 02.-04. Februar in Pisa/Italien teil.
Thema der Veranstaltung ist „Gender and History: New Research Perspectives.“ Zusammen mit Prof. Dr. Marina Montesano von der Universität Messina werden drei Mainzer Doktoranden zusammen mit Prof. Dr. Jörg Rogge (Mainz) das Panel gestalten. Mit dem vom FSP Historische Kulturwissenschaften organisierten Panel setzt der FSP damit seine erfolgreiche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erneut in einem aktiven Format um.
Unter dem Titel „Masculinity and Violence” widmen sich die Mainzer Vorträge dem historischen Blick auf Männlichkeitskonstruktionen im Mittelalter, einer Zeit in der Mann-sein und Männlichkeit scheinbar oft mit gewalttätigen Praktiken in Beziehung gebracht wird. Denn üblicherweise sind es Männer, die sowohl als Täter als auch als Opfer von körperlicher Gewalt erscheinen.

Diesem Befund folgend, untersuchen die ReferentInnen Varianten mittelalterlicher Männlichkeit und den vermeintlichen Zusammenhang zwischen Gewalt und Männlichkeit. Dazu werden in den einzelnen Vorträgen unterschiedliche Textgattungen als Untersuchungsgrundlage dienen. Dazu gehören medizinische Traktate, Chroniken oder der höfische Roman. Zentral ist dabei die Frage, auf welche Weise ideales männliches Verhalten sprachlich konstruiert und kommuniziert wurde. Professor Montesano (Messina) untersucht anhand höfischer Literatur das Phänomen des sogenannten „cross-dressings“. Davina Brückner (Mainz) untersucht die Darstellung von Männern und Gewalt in der schottischen Pseudobiographie „The Bruce“ aus dem Jahr 1375, Judith Mengler (Mainz) analysiert Männlichkeitskonzepte anhand medizinischer Traktate des Spätmittelalters während Dominik Schuh (Mainz) Texte untersucht, in denen Männer als Opfer von Gewalt dargestellt werden. Begleitet und moderiert werden die Beiträge von Professor Rogge.

Die Abstracts zum Panel finden Sie hier ...>


Tagungsbericht "Medicine and the Other. The Issue of Difference in Medical Knowledge and Practice of the 19th and 20th Centuries"

Die Tagung "Medicine and the Other. The Issue of Difference in Medical Knowledge and Practice of the 19th and 20th Centuries" fand vom 6.-7. Oktober 2016 in Mainz statt.

Den Tagungsbericht finden Sie hier ...>


MHK goes Open Access
Illustration

Bereits drei Publikationen aus der Reihe Mainzer Historische Kulturwissenschaften sind nun über Open Access online frei zugänglich. Zum Abruf folgen Sie den Links.

Mechthild Dreyer, Andreas Hütig, Jan Kusber, Jörg Rogge (Hg.): Historische Kulturwissenschaften. Positionen, Praktiken und Perspektiven (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 1). Bielefeld 2010.

Jörg Rogge (Hg.): Making Sense as a Cultural Practice. Historical Perspectives (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 18). Bielefeld 2013.  

Heta Aali, Anna-Leena Perämäki, Cathleen Sarti (Hg.): Memory Boxes. An Experimental Approach to Cultural Transfer in History, 1500-2000 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 22). Bielefeld 2014.   

Weitere Bände werden folgen. Dazu gehören

Jörg Rogge (Hg.): Cultural History in Europe. Institutions - Themes - Perspectives (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 5). Bielefeld 2011.

Hans-Christian Petersen (Hg.): Spaces of the Poor. Perspectives of Cultural Sciences on Urban Slum Areas and Their Inhabitants (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 17). Bielefeld 2013.       


Vortragsreihe des WissenschaftsCampus im WS 2016/17 "Byzanz in Mainz"

Die Vorträge der Reihe beleuchten aktuelle Forschungsfragen und richten sich sowohl an Fachleute wie auch die breite Öffentlichkeit.

Mehr Informationen zu den Vorträgen und Terminen finden Sie hier ...>


Wolfgang Fritz Volbach-Fellowship am Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz

Um den Forschungsstandort Mainz im Bereich der Byzantine Studies enger mit der internationalen Fachwelt zu vernetzen, wurde das Wolfgang Fritz Volbach-Fellowship geschaffen. Dieses ermöglicht ausländischen promovierten Wissenschaftlern, die zum Themenfeld des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident arbeiten, einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Mainz, die Nutzung der vorhandenen Bibliotheken und wissenschaftlichen Infrastrukturen sowie den interdisziplinären fachlichen Austausch. 

 Weitere Informationen finden Sie hier ...>