Wir über uns

 (Videoclip über den Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften)

Der Forschungsschwerpunkt (FSP) Historische Kulturwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine fachbereichs- und disziplinenübergreifende Einrichtung zur Vernetzung und Förderung empirisch-kulturwissenschaftlicher Arbeit mit historischer Perspektive.

Der FSP ist 2008 als Teil der Profilbildungsstrategie der Universität Mainz im Rahmen der „Forschungsinitiative 2008-2011“ des Landes Rheinland-Pfalz entstanden und führt in Teilen die Arbeit des interuniversitären Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrums Mainz-Trier (HKFZ, 2005-2008) fort. Die hier betriebene Forschung geht von einem weiten Kulturbegriff aus und betont die Bedeutung von Methodik und Theorie gerade für die inter- bzw. transdisziplinäre Arbeit. Vor allem jedoch ist das Ziel der Maßnahmen des Schwerpunktes eine nicht bloß typologisierende oder spekulative, sondern sich den tatsächlichen Phänomenen nähernde Forschung, wie sie in zahlreichen Fächern und Verbünden an der Universität Mainz betrieben wird. Das spezifisch historische Interesse leitet sich dabei zum einen aus der Einsicht her, dass aktuelle Phänomene und Problemlagen historische Wurzeln haben und erst aus diesen heraus verständlich werden, zum anderen aus der Überzeugung, dass der kontrastive Blick auf historische differente Epochen und Konstellationen neue Perspektiven auch auf vertraute Kulturphänomene eröffnen kann.

Die Aktivitäten des FSP sind vielseitig: Er initiiert neue historisch-kulturwissenschaftliche Verbundforschungsprojekte, unterstützt KulturwissenschaftlerInnen und Forschergruppen in methodisch-theoretischer, organisatorischer sowie finanzieller Hinsicht, fördert und organisiert Tagungen oder Workshops. Das Forum Junge Kulturwissenschaften bietet auch NachwuchswissenschaftlerInnen (DoktorandInnen und Postdocs) die Möglichkeit zu wissenschaftlichem Austausch und Vernetzung sowie allgemeine und finanzielle Unterstützung. In der Gesprächsrunde „HKW Reflexiv“ diskutieren interessierte Mitglieder des FSP methodisch-theoretische Grundlagen. Das mehrmals pro Semester statt findende Forschungskolloquium mit Vorträgen interner und externer KulturwissenschaftlerInnen und anschließenden Diskussionen steht Interessenten aus allen Fachbereichen offen. Der FSP gibt darüber hinaus eine eigene Buchreihe „Mainzer Historische Kulturwissenschaften“ (transcript-Verlag Bielefeld) heraus.

Über die Grenzen der Mainzer Universität hinaus arbeitet der FSP an der Vernetzung historisch-kulturwissenschaftlicher Forschung und kooperiert mit verschiedenen nationalen und internationalen Partnern wie etwa dem HKFZ Trier, dem Institut für Kulturgeschichte an der Universität Turku (FI) und dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Ferner werden gemeinsam mit dem Gutenberg-Forschungskolleg (GFK) exzellente auswärtige KulturwissenschaftlerInnen für ein oder zwei Semester nach Mainz eingeladen. Sie erhalten hier Gelegenheit eigene einschlägige Projekte zu verfolgen, unterstützen aber insbesondere die Mainzer Forschung bei der Methoden- und Theoriereflexion.

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